Budget

Austrian Power Grid investiert in die Energiewende

Beziffert handelt es sich um eine Investition von 3,5 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren. Elektrische Ausrüstungen gehören zu den Top-Drei-Branchen, die davon profitieren.

Eine Economica-Studie belegt: Austrian Power Grid (APG) sichert mehr als 28.000 Jahresarbeitsplätze und wird damit rund 2,1 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung in den kommenden zehn Jahren auslösen. Das bestehende Investitionsprogramm der APG in Höhe von 3,5 Milliarden Euro ist nicht nur ein wesentlicher Baustein zum Gelingen der Energiewende bzw. der Elektrifizierung von Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch ein Booster für Österreichs Wirtschaft und die öffentliche Hand.

Mammutaufgabe Systemumbau

Es ist klar, dass unsere Investitionen elementar sind für die energiewirtschaftliche Zukunftsausrichtung Österreichs sind. Die Transformation des Energiesystems hin zu einem nachhaltig, strombasierten Gesamtsystem kann nur mit einer ausgebauten, robusten und modernen Netzinfrastruktur sicher erfolgen. Dieser Umbau des Systems ist eine Mammutaufgabe in der alle Akteure des Energiesystems ihre Verantwortung wahrnehmen müssen“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand der APG. Die APG investiert 2021 rund 360 Millionen Euro in den Um- und Ausbau der Strominfrastruktur.

Investition in elektrische Ausrüstungen

Diese Investitionen lösen laut Economica-Studie eine Reihe von volkswirtschaftlichen Effekten aus: Es werden über 28.000 Beschäftigungsverhältnisse unmittelbar und mittelbar gesamt geschaffen. Die erzielte Bruttowertschöpfung von rund 2,1 Milliarden Euro erstreckt sich über alle Bundesländer, wobei Wien und die beiden von der Industrie geprägten Bundesländer Steiermark und Oberösterreich überproportional profitieren. Die Investitionen verteilen sich auf eine Branchenpalette sowohl im Auftragswert als auch bei der Beschäftigungswirkung. Die Top-Drei-Branchen nach Bruttowertschöpfung sind: Bauinstallations- und sonstige Ausbauarbeiten, elektrische Ausrüstungen und Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros.

Die großteils in Netzaus- und Umbauprojekte geflossenen Investitionen in der Höhe von 357 Millionen Euro – Salzburgleitung, Weinviertelleitung, Erneuerung UW Villach – sicherten rund 3.200 Beschäftigungsverhältnisse, erzielten einen fiskalischen Gesamteffekt von über 100 Millionen Euro und brachten eine Bruttowertschöpfung von 234,4 Millionen Euro. Durch den Personaleinsatz der APG-Beauftragungen sollen in den kommenden zehn Jahren auch fiskalische Effekte von knapp einer Milliarde Euro entstehen. „Um diese fiskalischen Effekte tatsächlich auszulösen, sind die Projekte im vorgesehenen Zeitplan umzusetzen. Denn mit jedem Jahr in dem es zu Bauverzögerungen bei der Realisierung des APG-Investitionsprogrammes kommt, entgehen dem österreichischen Fiskus und den Sozialversicherungsträgern Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro", schließt Christian Helmenstein, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts Economica.