Eaton zeigt:

Die richtigen Anreize für Elektro-Mobilität

Elektro-Mobilität ist eines der Kernthemen in der Verkehrsplanung vieler Städte und Länder. EU-weit liegt Österreich auf Platz zwei beim Anteil der Elektro-Autos. Viele Autokäufer sind zwar grundsätzlich für ein Elektro-Auto offen, allerdings besteht noch deutlich Luft nach oben.

Neue Ladeinfrastrukturlösungen für E-Mobilität zählten zu den Messe-Highlights von Eaton auf den Power-Days 2019

Es liegt an der Politik, die nötigen Anreize zu setzen und in die Infrastruktur zu investieren, um Elektro-Mobilität attraktiver zu machen. Erich Schuller von Eaton zeigt, wie sich der Umstieg beschleunigen lässt.

Der Markt für Elektro-Mobilität wächst. Österreich hatte im Jahr 2018 im EU-Vergleich den zweithöchsten Anteil an Elektro-Autos, wie eine Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) belegt. Nur die Niederlande hat mehr als die 6.749 E-Pkw zugelassen, das sind insgesamt 2 %. Damit das bis zum Jahr 2030 anvisierte Ziel, nur noch Autos mit emissionsfreiem Antrieb zuzulassen auch erreicht wird, muss allerdings noch einiges passieren. Daher hat die Regierung auch gerade ein neues Förderprogramm für Elektro-Mobilität in Höhe von 93 Millionen Euro für die kommenden zwei Jahre aufgelegt. Wie der Ausbau der Elektro-Mobilität weiter beschleunigt werden kann, zeigen Erfolgsbeispiele anderer Länder.

Norwegen als Vorreiter

Das Land der Fjorde gilt als Vorreiter der Elektro-Mobilität und lässt mit 31 % an neu zugelassenen E-Pkw sämtliche anderen Länder weit hinter sich. Diese Spitzenposition lässt sich anhand mehrerer Faktoren erklären. Dort sind Elektro-Fahrzeuge steuerfrei, während Autos mit Verbrennungsmotor sehr hoch besteuert sind. Zusätzlich zahlen Fahrer von Elektro-Autos weniger Maut und Gebühren für Fährverbindungen, können umsonst parken und Bus- und Taxispuren nutzen, um Staus zu umfahren.

Zusätzlich hat Norwegen den Vorteil, sein Stromnetz dank dem Zugang zu ausgiebigen Hydroenergie-Ressourcen mit sauberer Energie zu speisen und über ein Stromnetz zu verfügen, das die Weiterentwicklung der E-Mobilität begünstigt. Wenn alle Fahrzeuge in Norwegen elektrisch betrieben werden würden, würde der Bedarf nach Energie im Vergleich zu heute nur um 6,5 Terrawattstunden und damit 6 % steigen. Andere Länder stehen hier vor größeren Problemen, da sie nicht auf die gleichen Mengen sauberer Energie zugreifen können. Daher ist es wichtig, für den Ausbau der Elektro-Mobilität die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, die ein smartes Energiemanagement bereitstellt.

Die Energiewende erfordert Vorbereitung

Ein wesentlicher Punkt, der Käufer von Elektro-Autos abhält, ist die Infrastruktur mit noch nicht genügend Ladestationen. Im Zuge dessen kommt der Bereitstellung der nötigen Energie ebenfalls eine gewichtige Rolle zu, denn je mehr Elektro-Autos im Straßenverkehr unterwegs sind, desto mehr Energie muss erzeugt werden, die großflächig und zuverlässig zur Verfügung steht. Städte, Regierungen und Unternehmen müssen daher Lösungen entwickeln, die überschüssige Energie in Zeiten geringen Bedarfs ausreichend speichern zu können, um sie in Stoßzeiten wieder abzugeben.

Das hilft dabei, den CO2-Ausstoß weiter zu minimieren, indem Solar- und Windenergie besser gespeichert werden kann und so länger zur Verfügung steht. Für Hausbesitzer ergibt sich zudem ein neues Geschäftsmodell, wenn überschüssige Energie in Energiespeichern aufbewahrt wird und zurück ins Netz gespeist oder für späteren Gebrauch gespeichert wird. Weitere Chancen für effizienteres Energiemanagement in Städten bieten Smart charging-Initiativen und die Vehicle-2-Grid (V2G)-Technologie. So lässt sich die Energie von Hybrid-Autos zurück in das öffentliche Stromnetz oder für den eigenen Haushalt liefern.

Die erfolgreiche Energiewende beginnt bei der E-Mobilität

Elektro-Autos werden in nicht allzu ferner Zukunft die Norm darstellen. Es liegt an Regierungen, nicht nur durch Förderungen und Zuschüsse die Verkäufe entsprechender Fahrzeuge steigern zu wollen, sondern auch durch die Bereitstellung einer smarten und energieeffizienten Infrastruktur die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich Elektro-Mobilität tatsächlich als bevorzugte Form der Fortbewegung durchsetzt. Ein verantwortungsbewusster und nachhaltiger Umgang mit Energieressourcen ist daher ein grundlegender Baustein, der heute in Angriff genommen werden muss, damit die Energiewende erfolgreich ist.

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