Etwas ist faul im Staate Österreich!

Der Ökostrombericht der E-Control und der Klimabericht des Umweltbundesamtes zeigen – frei nach Shakespeare – deutlich auf, dass etwas faul ist in Österreich: Bis 2030 ergeben sich deutliche Lücken im Ausbau erneuerbarer Energien. Der Emissionsanstieg seit 1990 liegt bei 4,6 Prozent, wobei energiebezogene Treibhausgas-Emissionen mehr als vier Fünftel der Gesamtemissionen ausmachen.

Peter Püspök: „Erneuerbare Energien gehören zu den am schnellsten wirksamen Maßnahmen gegen die Klimakrise.“

Der Anteil der Ökostrom-Erzeugung am Stromverbrauch ist im vergangenen Jahr auf den tiefsten Stand seit 2015 gesunken und lag 2018 bei 73 Prozent, wie der Ökostrombericht der E-Control belegt. Zu geringer Ausbau erneuerbarer Energien und steigender Energieverbrauch schlägt sich bei der Klimabilanz nieder.

Der ebenfalls publizierte Klimaschutzbericht zeigt, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen seit 1990 nicht reduzieren konnte. Auch die Prognose der Treibhausgas-Emissionen des Jahres 2018 zeigt keine Trendwende. Die leicht sinkenden Emissionen gehen vor allem auf eine Revision des Voestalpine-Hochofens und einen milden Winter zurück.

Hoffnung liegt in Koalitionsverhandlungen

„Erneuerbare Energien gehören zu den wichtigsten Lösungen für die Klimakrise. Durch sinkende Kosten besteht deutlicher Spielraum für den Ausbau von Ökostrom“, ist Peter Püspök, Präsident Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) überzeugt. „Die Koalitionsverhandlungen dürfen nicht bei Null beginnen. Bereits mehrfach angekündigte Maßnahmen müssen wirksam umgesetzt werden und dürfen nicht erst neu diskutiert werden.“