e-Mobility

Ist diese Festkörperbatterie der Beginn einer neuen Ära?

Die größten Probleme der E-Mobilität könnten durch Festkörperbatterien gelöst werden – wenn diese nicht auch noch so viele Kinderkrankheiten hätten. Das Unternehmen QuantumScape will diese jetzt aber beseitigt haben.

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Die meisten Elektroautos haben immer noch eine Reichweite von weniger als 500 Kilometern; das Laden dauert über eine Stunde; und die Batterien verlieren innerhalb eines Jahrzehnts fast ein Drittel ihrer Kapazität.

Das sind nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um die e-Mobility an die Massen zu bringen. Doch eine neue Batterie könnte das alles ändern. Denn kürzlich veröffentlichte QuantumScape, ein US-Produzent von Lithiumbatterien für E-Autos, die Ergebnisse für seine Tests mit Festkörperbatterien.

Eine Festkörperbatterie, so hieß es aus der Forschung jahrelang, wäre für die E-Mobilität die Lösung schlechthin. Unter anderem wäre sie dank des Wegfallens flammbarer Bestandteile um einiges sicherer. Und QuantumScape erklärt nun, die bisherigen Probleme – etwa lange Ladezeiten und kurze Lebensdauern – überwunden zu haben.

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Laut dem Unternehmen ist seine Festkörperbatterie nach nur 15 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen, nichtbrennbar, hat auch nach 800 Ladezyklen nur ein Fünftel seiner Leistung verloren und verfügt über eine fast doppelt so hohe Energiedichte wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien.

„Wir denken, dass wir die ersten sind, die Festkörperbatterien möglich machen“, sagt Jagdeep Singh, Mitbegründer und CEO von QuantumScape dem Magazin Wired. „Kein anderes Festkörper-System kommt an unseres heran.“

Die Batteriezelle ist etwa so groß und schlank wie eine Spielkarte. Der wichtigste Aspekt ist aber wohl die flexible Trennung aus Keramik zwischen der Kathode und Anode. Denn diese Trennwand verhindert, dass Lithiumdendrite zwischen die Elektroden fließen und so Kurzschlüsse auslösen.

QuantumScape ist sich sicher, dass seine Batterie Elektroautos zu einem Produkt der breiten Masse machen wird. Es ist mit solchen Gedanken nicht allein. Immerhin hat Volkswagen bereits 300 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert und will spätestens 2025 Festkörperbatterien verwenden.