MESSESZENE UNTER QUARANTÄNE

Jetzt hat’s auch die Smart Automation erwischt!

Der Coronavirus fordert sein nächstes Opfer: Die Smart Automation Wien wird für heuer ersatzlos gestrichen. Anstatt der zeitgleich geplanten Intertool soll es im Herbst einen Branchen-Event geben. Vom Messekalender flog indes auch die Amper in Brünn.

Die Automationsbranche wird ihre Neuheiten 2021 in Linz präsentieren – sowie in einer der kommenden Ausgaben der Zeitschrift ELEKTROPRAXIS.

 

Covid-19, wie der Coronavirus im Stil eines Autotaferls benannt wird, zwingt inzwischen praktisch die gesamte Messebranche in Quarantäne. Die Symptome betroffener Messen: Diese werden entweder verschoben oder gänzlich abgesagt. Letzteres trifft etwa für die Smart Automation zu, die von 12. bis 14. Mai in Wien hätte stattfinden sollen. Bis dahin wäre zwar noch Zeit. Veranstalter Reed Exhibitions hat dennoch jetzt schon gemeinsam mit dem Fachbeirat beschlossen, das heimische Hochamt der industriellen Automationsbranche abzusagen.

Absage zum Jubiläum

„Auf einen Alternativtermin wird verzichtet, da bereits im Frühjahr 2021 die Smart in Linz planmäßig stattfindet“, heißt es seitens der Messegesellschaft. Die Absage trifft auch die parallel geplante Intertool (12. bis 15. Mai). Die Fachmesse für Fertigungstechnik kann aufgrund ihres zweijährigen Rhythmus freilich nicht im kommenden Jahr in Oberösterreich nachgeholt werden. Ihr 40-jähriges Bestehen soll daher bei einem Branchen-Event zu einem vorerst noch unbekannten Termin im Herbst dieses Jahres gefeiert werden.

Wenn Mensch und Virus miteinander ringen, gibt der Klügere nach. Auch im Fall der Amper ist dies der Mensch. Die Brünner Messe für Elektrotechnik, Elektronik, Automation, Kommunikation, Beleuchtung und Sicherheitstechnologien, die von 17. bis 20. März über die Bühne hätte gehen sollen, fällt für heuer aus. Oder wie die offizielle Sprachregelung lautet: Sie wird auf das – vorerst noch nicht feststehende – Datum der Amper 2021 verschoben. Die Verschiebung erfolgt auch auf ausdrücklichen Wunsch der meisten Aussteller, versichert Jiři Šviga, der Messedirektor des Veranstalters Terinvest. „Wie bedauern, dass wir das gemeinsam vorbereitete Projekt nur wenige Tage vor dem geplanten Termin verschieben müssen. Jedoch ist eine Situation eingetreten, die ebenso außergewöhnlich wie unberechenbar und durch uns nicht zu beeinflussen ist.“

Keine Amper im heurigen Jahr. Die Schau wird 2021 nachgeholt.

Wohnen & Interieur muss weichen

Die Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft, gerade im Bereich der Messen, sind mittlerweile unübersehbar. Bei zeitnahen Veranstaltungen obliegt die Entscheidung über ein Stattfinden in Österreich dabei inzwischen oft nicht mehr allein den Veranstaltern. So beinhaltet das jüngste Maßnahmenpaket der Bundesregierung aufgrund der Ansteckungsgefahr und steigender Corona Fälle ein Verbot von Indoor-Veranstaltungen mit mehr als 100 sowie von Outdoor-Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern.

Die Messe Wien ist von diesem Verbot massiv betroffen. Neben der Wohnen & Interieur (18. bis 22. März) wird auch die Wiener Immobilien Messe (21. bis 22. März) verschoben. Ersatztermine stehen vorerst noch nicht fest. Bereits gelöste Online-Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wer möchte, kann sich den Kaufpreis auch refundieren lassen.

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Noch nicht fixiert ist der neue Termin der Wohnen & Interieur.