Secontrade

Kreislaufwirtschaft gegen Rohstoffkrise

Hersteller der Elektro- und Elektronikindustrie spüren die Auswirkungen von Corona auf den Rohstoffmarkt besonders. Secontrade, ein digitaler Marktplatz für Sekundärrohstoffe mit Sitz in Wien, hat dafür eine Lösung parat.

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Seit über einem Jahr setzt die Corona-Pandemie den Rohstoffmarkt unter Druck. Mit dem anhaltenden Rohstoffmangel wird die Bedeutung von Recycling noch weiter wachsen,“ ist sich Brigitte Reich, Geschäftsführerin von Secontrade, sicher. Eine kurzfristige Entspannung sei auf dem Rohstoffmarkt deshalb noch nicht im Sicht, sie rechne frühestens in 8 bis 10 Monaten, also im Herbst 2022, damit. Secontrade, eine Online-Plattform für Rohstoffhandel, ist seit 2018 in Betrieb. Rund 200 Rohstoffhändler aus 24 verschiedenen Ländern schöpfen dort das Potenzial des europäischen Marktes für Sekundärrohstoffe aus, bis dato wurden über 33.000 Tonnen online gehandelt. Zu den wichtigsten Märkten zählen Österreich, Deutschland, Italien, Belgien und Polen.

Prinzip Kreislaufwirtschaft

Hersteller der Elektro- und Elektronikindustrie und in der Automobilindustrie sind vom aktuellen Rohstoffmangel besonders betroffen. 9 von 10 Herstellern von elektrischen Anlagen und Ausrüstungen leiden massiv unter erschwerter Materialbeschaffung. Dabei spielt das Prinzip der „Circular Economy“, das Secontrade zu Grunde liegt, eine wesentliche Rolle, um hochwertige Sekundärrohstoffe in den Produktionskreislauf zurückfließen zu lassen. Geprüften Rohstoffhändlern wird dabei eine große Auswahl an qualitativ aufbereiteten Sekundärrohstoffen in-time angeboten, was den Zugang zu einer unabhängigen, regionalen Rohstoffversorgung vereinfachen soll. So fließen Rohstoffe wie etwa Aluminium, Eisen, Kupfer, Holz und verschiedene Kunststofffraktionen in den Produktionskreislauf zurück, vorhandene Ressourcen an Primärstoffen werden geschont und Frachtkosten aufgrund von oft deutlich kürzeren Wegen minimiert.