Rittal auf der Smart Automation:

Neue Schaltschrank-Perspektiven

Rittal beschäftigt sich seit Aufkommen des Themas intensiv mit der digitalisierten Industrie und hat nun alle seine Kernprodukte fit für Industrie 4.0 gemacht. Wie das genau aussieht, zeigt das Unternehmen auf der Messe Smart Automation, die vom 14. bis 16. Mai im Linzer Design Center stattfindet.

Rittal AX und KX eröffnen Perspektiven für die Wertschöpfung mit Industrie 4.0

Neben der neuen Kleingehäuseserie AX und KX stellt Rittal das neue auf dem Schaltschrank-System VX25 basierende Ri4Power-System vor. Ergänzt wird der Messeauftritt durch das Thema „Evolution im Schaltschrankbau“, das gemeinsam mit Eplan die Vorteile der Digitalisierung und Automatisierung im Schaltschrankbau beleuchtet. Ergänzend dazu gibt es eine Live-Demonstration des neuen Wire Terminals WT zu sehen, das für eine 8-fach schnellere Drahtkonfektionierung sorgt.

Die Digitalisierung und Automatisierung im Industrie 4.0-Zeitalter stellt auch den Schaltanlagen- und Steuerungsbau vor neue Herausforderungen. Dass Rittal diese schon vor langer Zeit angenommen hat, zeigen laufend neue Produkt- und Systemlösungen. Nach dem neuen Großschranksystem VX25 hat sich Rittal jetzt an die Weiterentwicklung der Kompakt-Schaltschränke sowie Kleingehäuse gemacht und diese nach den Anforderungen einer digitalisierten Industrie konzipiert. Rittal zeigt die neuen AX Kompakt-Schaltschränke und KX Kleingehäuse nun auch auf der Smart Automation in Linz. Die beiden neuen Gehäuseserien bieten Kunden höchste Effizienz durch verbesserte Funktionen, wie die einzelne Entnahme der Flachteile aus der Transportverpackung, mehr Raum im Vergleich zu den Vorgängerserien AE, CM, KL, EB und BG sowie einen geringeren Teilebedarf durch das 25-mm-Rastermaß. Beim Einbau von Systemzubehör bleiben die Schutzarten und die UL-Konformität erhalten.

Die KX Kleingehäuse gibt es ab einer Größe von 150 x 150 x 80 mm. Die AX Kompakt-Schaltschränke sind mit Tiefen von 120 bis 350 mm und einer maximalen Größe bis zu 1.000 x 1.400 mm lieferbar.

Evolution im Schaltschrankbau

Effizientes Engineering, autonome Produktionsprozesse und vernetzte Daten treiben die digitale Transformation der Industrie weiter voran. Damit daraus Wettbewerbsvorteile entstehen, bieten Eplan und Rittal ihren Kunden die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung im Schaltschrankbau an. Unter dem Leitbegriff „Evolution im Schaltschrankbau“ helfen die beiden Schwesterunternehmen ihren Kunden, ihre Prozesse weiter zu digitalisieren und zu automatisieren. Das bewirkt eine deutlich höhere Flexibilität in der Fertigung und eine Beschleunigung der entscheidenden Prozesse um ein Vielfaches. So wird der Verdrahtungsprozess, der rund 50 % der Arbeitszeit im Schaltschrankausbau ausmacht, durch das Engineering mittels Eplan Pro Panel und durch die Weiterverarbeitung mit dem Rittal Wire Terminal um das 8-fache beschleunigt.
Die beiden Varianten WT24 und WT36 können ohne Umrüstung bis zu 24 bzw. 36 unterschiedliche Drähte in den Querschnitten von 0,5 bis 2,5 mm² vollautomatisiert produzieren. Für eine maximale Effizienz der automatisierten Abläufe in der Werkstatt ist eine durchgängige Datenhaltung eine wichtige Grundlage. Das neue Wire Terminal WT verfügt dazu über entsprechende Schnittstellen. Die Daten aus der Aufbauplanung mit Eplan Pro Panel können so nahtlos für die Konfektionierung der Drähte verwendet werden. Alternativ können die Daten auch direkt an der Maschine manuell eingegeben werden. Die fertig konfektionierten Drähte, die das Wire Terminal in dem Ordnungssystem ablegt, stehen für die Verdrahtung zur Verfügung. Damit das optimal mit dem Werkzeug „Smart Wiring“ von Eplan funktioniert, sind die Drähte passend vorsortiert.
Und es geht weiter: Durch die Digitalisierung lassen sich auch Prozesse wie Inbetriebnahme und Maintenance, die der Fertigung nachgelagert sind, optimal steuern und dokumentieren. Der „Digitale Zwilling“ wird Realität.

Mehr Strom mit weniger Kupfer

Schaltanlagen für die elektrische Energieverteilung müssen immer leistungsfähiger werden. Höhere Bemessungsströme – und das mit möglichst geringem Platzbedarf – sind eine zentrale Anforderung an die Schaltanlagen. Mit dem neuen System VX25 Ri4Power erfüllt Rittal diese Anforderung optimal. Mit kleinerem Querschnitt der Kupferschienen lassen sich jetzt im Vergleich zum Vorgängersystem höhere Bemessungsströme bis zu 6.300 A erreichen. Bei der Entwicklung der Sammelschienenhalter wurde besonders auf eine Verringerung der Komplexität geachtet. So passt der gleiche Sammelschienenhalter sowohl in 600 mm als auch in 800 mm tiefe Schaltschränke und lässt sich durch den spiegelsymmetrischen Aufbau rechts oder links verwenden. Die Montage ist ebenfalls vereinfacht: Die Sammelschienenhalter werden einfach mit drei Schrauben an das Profil des VX25 geschraubt, ohne dass zusätzliches Montagematerial benötigt wird. Zusammen mit der Markteinführung des Systems VX25 Ri4Power hat Rittal die Planungs-Software Power Engineering in einer neuen Version veröffentlicht. Mit ihr lassen sich Schaltanlagen schnell und einfach planen.


Ideal von oben kühlen

Sobald Schaltschränke angereiht werden, gibt es keinen Platz mehr für den Wandanbau von Kühlgeräten. Hier sind Dachaufbau-Kühlgeräte die erste Wahl im Steuerungs- und Schaltanlagenbau. Erstmalig stehen jetzt auch die energieeffizienten Blue e+ Kühlgeräte von Rittal als Dachaufbau-Version zur Verfügung. Sie arbeiten ebenso wie die Wandanbau-Geräte mit einer Kombination aus Heat Pipe und herkömmlicher Kompressor-Technologie und versprechen eine durchschnittliche Energieeinsparung von 75 % im Vergleich zu einem herkömmlichen Kompressor-Kühlgerät. Die Dachaufbau-Kühlgeräte, die für Schaltschränke ab einer Größe von 800 x 600 mm (B x T) geeignet sind, haben eine Kälteleistung von 1,3 kW. So lassen sich auch im Schaltschrank installierte, aufbauende Geräte wie Frequenzumrichter ideal von oben mit Kaltluft umströmen. Alternativ ist die Kühllösung auch in Kombination mit dem neuen VX25 Schaltschrank als komplette Integrationslösung erhältlich.

Rittal ist auf der Smart Automation in Halle DC (Stand 432 – 434) vertreten.

www.rittal.at