e-Mobility

Österreichische Post baut E-Flotte weiter aus

Es ist die größte Flotte an Elektrofahrzeugen des Landes. Doch weil es auch auf die Ladeinfrastruktur ankommt, wurde in Graz nun ein wichtiger Meilenstein gesetzt.

Auch die Post setzt auf Nachhaltigkeit – und nimmt mit Ende des Jahres zusätzliche 100 E-Fahrzeuge in Betrieb. Die Elektroflotte der Österreichischen Post ist mit derzeit 2.000 Ein- und Zweispurern bereits die größte des Landes. Das 2000. Fahrzeug wurde vor kurzem in Graz in Betrieb genommen.

„In der Stadt der kurzen Wege wird in Zukunft emissionsfrei zugestellt. Hier setzen wir mit der Post ausschließlich auf sanfte Mobilität, also E-Fahrzeuge, statt Diesel-Transporter“, sagt der Grazer Bürgermeister, Siegfried Nagl. In der steirischen Hauptstadt werden erstmals Transporter von MAN mit einem Ladevolumen von zehn Kubikmetern verwendet.

CO2-frei bis 2030

Bereits 30 Millionen Euro wurde in die e-Mobility gesteckt. Die schrittweise Umstellung wird auch vom Umweltministerium unterstützt. „Wir stellen nicht nur alle Sendungen seit 2011 CO2-neutral zu, sondern wollen bis 2030 sogar komplett CO2-frei werden. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir nicht nur eng mit Forschung und Industrie zusammen, sondern investieren auch stark in E-Mobilität und alternative Antriebe“, so Peter Umundum, Vorstand für Paket und Logistik bei der Österreichischen Post.

Bis Ende des Jahres werden bei der Zustellung rund 1.100 E-Fahrräder und E-Mopeds, sowie beinahe 1.000 E-Transporter zum täglichen Einsatz kommen. Bei einspurigen Fahrzeugen hat sich der Trend schon weiter durchgesetzt als bei den Transportern. Hier werden Klein-Lkw von Renault und Nissan mit einem Ladevolumen von mehr als vier Kubikmetern verwendet. Rund 80 Prozent der Zustellrayone in Österreich können schon umweltfreundlich beliefert werden.

Aufladen über Nacht

Für die Elektromobilität ist aber auch die Ladeinfrastruktur von hoher Wichtigkeit. In der Zustellbasis am Grazer Hauptbahnhof ist daher jetzt ein Ladepark mit 65 dynamisch gesteuerten Ladestationen entstanden, elf davon mit beschleunigtem Laden. Eine Software berechnet, wie viel Strom jedem Fahrzeug zur Verfügung gestellt wird – so sollen alle angesteckten Fahrzeuge am nächsten Morgen „vollgetankt“ sein. Es ist der größte Ladepark mit smarter Ladesoftware in Österreich.