OVE ENERGIETECHNIK-TAGUNG

„Strom als Energieträger wird an Bedeutung gewinnen!“

Keine Energie- und Klimawende ohne erneuerbaren Strom. Bei den Vorträgen der OVE Energietechnik-Tagung in Innsbruck wurde einmal mehr deutlich, welch zentrale Rolle dem Strom und der Elektrotechnik in Zukunft zukommt. Vom Gesetzgeber sind entsprechende Rahmenbedingungen gefordert.

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Herbert Popelka (Vorstandsvorsitzender OVE Energietechnik): „Strom als Energieträger wird weiter an Bedeutung gewinnen.“

Die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende setzt voraus, dass die höchsten verfügbaren Potentiale von Wind- und Wasserkraft sowie Photovoltaik genutzt werden, so die allgemeine Überzeugung bei der OVE-Tagung. Für die Energiewirtschaft bringe das Herausforderungen in einer noch nie dagewesenen Dimension mit sich: Eine Energieversorgung, die sich in wesentlich höherem Maße auf Windkraft und Photovoltaik stützt, ist deutlich höheren Schwankungen unterworfen. Der Ausgleich dieser Schwankungen benötigt Flexibilität.

Netzausbau und CO2-Preis gefordert

Nur ein umfangreicher Netzausbau und der Einsatz von neuen innovativen Technologien können im Zusammenspiel mit den klassischen Stromerzeugungs-Technologien die notwendige Flexibilität schaffen und damit Versorgungssicherheit in Zukunft sicherstellen. Das wurden aus den Vorträgen deutlich. Der Ausbau von erneuerbaren Energieträgern erfordert darüber hinaus geeignete Rahmenbedingungen in Form von Förderungen und Investitionsanreizen.

Welche Rahmenbedingungen fordern die Energietechnik-Experten, um eine erfolgreiche Energiewende zu ermöglichen? Es sind dies drastisch kürzere Genehmigungsverfahren, Förderungen für innovative Technologien sowie Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, um die Akzeptanz für die erforderlichen Maßnahmen zu erhöhen. Einigkeit gab es außerdem in einem weiteren Punkt: An einer CO2-Bepreisung führt kein Weg vorbei.