VORZEIGEPROJEKT DER TECHNISCHEN ALTERNATIVE

Vom Schutzhaus zum Wohnhaus

In Hamburg wurde ein Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg in ein komfortables Wohnhaus mit modernster Technik verwandelt. Für die Regeltechnik wurde auf Produkte der Technischen Alternative zurückgegriffen.

Automation Technische Alternative Automation

Früher ein Hochbunker, heute ein modernes Wohnhaus: Im „Haus Frieda“ findet sich TA-Regeltechnik.

Dem Zivilschutz diente ursprünglich der oberirdisch erbaute Bunker im Hamburger Stadtteil Ottensen. Mit über einen Meter dicken Außenwänden wäre ein Abriss der sieben Geschoße fassenden Betonkonstruktion äußerst aufwändig gewesen. Man entschied sich daher, aus dem massiven Gebäude ein Wohnhaus zu machen. Dafür wurde dieses nach der ENEV2014 saniert und wird nun vollständig über erneuerbare Energie versorgt.

Bemerkenswert ist die Planung durch den Hamburger Architekten Björn Liese: Bodentiefe Fenster verleihen dem zuvor kalten und lichtarmen Gebäude einen hellen und freundlichen Charakter. Im Erdgeschoß, das als Garage dient, blieben die ursprünglichen Betonwände sichtbar. Das Innere des Gebäudes wurde vollständig entkernt. Hier finden sich nun 15 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 1.280 Quadratmetern. Dazu kommt eine 200 Quadratmeter große, begrünte Dachterrasse.

Top-Projekt mit TA-Knowhow

Als Energiequelle für die Wärmepumpe und zur Regeneration des Eisspeichers dienen 36 Solar-Luft-Kollektoren. Diese funktionieren auch bei niedrigen Lufttemperaturen und ohne Sonneneinstrahlung. Neben den flexiblen Montage-Möglichkeiten von Energiezaun bis Flachdach-Montage bieten die Kollektoren den weiteren Vorteil, dass man sich Frost- wie auch Überhitzungsschutz erspart.

© Roland Borgmann

Wohnlich wird der Betonbau durch helle Räume und offene Raumaufteilung.

Partner für die Gebäudetechnik war die Geerts GmbH aus Schleswig. Das Unternehmen vertraut seit mehr als einem Jahrzehnt auf Regeltechnik der Technischen Alternative (TA). Auch im vorliegenden Fall kommt diese erfolgreich zum Einsatz: Über zwei CAN-BC2 werden die Schnittstellen für die Wohnungen mit KNX zur Verfügung gestellt. Die Wärmepumpe wiederum wird über MODBus ins System eingebunden und gesteuert.

Im Detail

Regelung
• 3 UVR16x2 in der Platinenversion
• 17 RSM610
• 1 C.M.I.
• 2 CAN-BC2 mit KNX
• 10 Hilfsrelais HIREL22
• Sensorik (Feuchte, Druck, Differenzdruck, über 100 Temperaturfühler)

Anlage
• 35,6 kW-Wärmepumpe
• 36 Solar-Luft-Kollektoren
• 27 kW-Heizstäbe als Backup
• Wärmerückgewinnung aus der Abluftanlage

Abnehmer
• Fußbodenheizung für 17 Wohneinheiten
• Kühlkreis für die Wohnungen
• Warmwasser und Zirkulation

Speicher
• 1 Sole-Pufferspeicher mit 2.500 Litern
• 2 Pufferspeicher (2.500 und 1.000 Liter)
• 1 Solar-Eisspeicher mit 110 m3