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Produktevolution : „Gib mir mal ‘ne WAGO“ - Die Historie zur Verbindungsklemme

Gib mir mal ´ne WAGO
© WAGO

1974: Der revolutionäre Start

Das Jahr 1974 gilt als Geburtsjahr der Verbindungsklemme: Mit der Serie 273 brachte der westfälische Hersteller WAGO die erste Klemme dieser Art auf den Markt. Zugelassen für eindrähtige Leiter mit einem Nennquerschnitt von 1,5 mm² adressierte das Produkt vor allem den deutschen Gebäudeinstallationsmarkt – und begeisterte prompt Elektroinstallateure im ganzen Land. Der Grund für den Erfolg: Die WAGO Serie 273 war das erste Produkt mit Federklemmtechnik, welches eine VDE-Zertifizierung hatte und das klein genug für den Einsatz in der Abzweigdose bzw. Unterputzdose war. Im Vergleich mit anderen damals gängigen Installationsarten überzeugte „die WAGO“ durch einfache Handhabung und Schnelligkeit und garantierte zudem Sicherheit sowie Wartungsfreiheit. Selbst ausgesprochenen Skeptikern der Federklemmtechnik signalisierte das VDE-Logo, dass diese Art des Leiteranschlusses die hohen, deutschen Standards an die Elektroinstallation erfüllt. Wenige Jahre vergingen und der Satz „Gib mir mal ‘ne WAGO“ hatte sich etabliert.

Damals als „das Millionending“ betitelt, erfreut sich der WAGO Klassiker der Serie 273 nach wie vor großer Beliebtheit.

Späte Neunziger: Die Verbindungsklemme wird durchsichtig!

In den Folgejahren brachte WAGO zahlreiche Varianten der begehrten Verbindungsklemme – umgangssprachlich auch als Dosenklemme bezeichnet – auf den Markt. Mit ihnen wurde der Anschluss größerer Querschnitte bis zu 4 mm² möglich.

Der Erfolg der WAGO Verbindungsklemmen war derweil längst über die Grenzen Deutschlands hinaus spürbar. Doch während das VDE-Prüfzeichen den Elektroinstallateuren hierzulande bestens vertraut war, kam bei Elektroprofis im Ausland Skepsis auf: Aufgrund des grauen Kunststoffgehäuses konnten sie nicht erkennen, ob angeschlossene Leiter einwandfrei kontaktiert waren.

Die Lösung folgte Ende der Neunziger, als WAGO die ersten Verbindungsklemmen mit transparentem Gehäuse auf den Markt brachte – 1998 zunächst für den skandinavischen Markt und die USA, ein Jahr später für ganz Europa. Diese simple Lösung überzeugte die Bedenkenträger schnell und dauerhaft. Noch heute besitzen die Nachfolger der Originalserie 273, die WAGO Steckklemmen der Serie 2273, eine vergleichbare Optik.

Verbindungsklemme 1998
1998 änderte sich das Aussehen der Verbindungsklemmen deutlich: Statt auf ein graues Gehäuse setze WAGO auf transparenten Kunststoff, um Anwender weltweit zu überzeugen - © WAGO

Die 2000er-Jahre: Verbindungsklemmen mit Hebel – im In- und Ausland ein Erfolg

Ein Vierteljahrhundert lang hatten die Originalverbindungsklemme von WAGO und alle ihre Nachfolger eines gemein: Es handelte sich um Steckklemmen – entweder für den Anschluss eindrähitiger oder mehrdrähtiger Leiter. Bis WAGO im Jahr 2003 die erste Verbindungsklemme mit Hebeln auf den Markt brachte. Die Serie 222 machte erstmals den Anschluss aller Leiterarten möglich – und zwar werkzeuglos und ohne Vorbehandlung. Damit bot sie sich optimal für Länder an, in denen feindrähtige Leiter bei der Gebäudeinstallation gängig sind. Doch auch in Deutschland war diese erste Verbindungsklemme mit Hebeln aufgrund der universellen Einsatzmöglichkeiten schnell beliebt.

Als elf Jahre später, im Jahr 2014, mit der WAGO Serie 221 der Nachfolger auf den Markt kam, erhielt die Verbindungsklemme ihr bis heute ikonisches Design: Das schlanke, transparente Gehäuse und der breite, flache Hebel sind das Erkennungszeichen der beliebtesten Verbindungsklemme aus dem Hause WAGO. Auch die zahlreichen Nachahmer aus aller Welt setzen auf eine ähnliche Optik, in der Hoffnung, an den Erfolg des Originals anknüpfen zu können.

In den Folgejahren kommen viele neue Varianten der Steck- und der Hebelklemmen auf den Markt – beispielsweise für Leiterquerschnitte bis 6 mm ² oder als Durchgangsverbinder. Außerdem sorgt neues Zubehör, ganz gleich ob Adapter für die Tragschien oder Gelboxen für den Einsatz in feuchten Umgebungen, dafür, dass die Verbindungsklemme noch flexibler eingesetzt werden kann und die tägliche Arbeit von Elektroinstallateuren einfacher wird.

2023: Die Green Range – erste Schritte zu mehr Nachhaltigkeit

Die beeindruckende Erfolgsgeschichte der Verbindungsklemme liegt nicht zuletzt in dem Willen, sich stetig zu verbessern. Kompakter, flexibler und anwendungsfreundlicher ist die ikonische Klemme im Laufe der Jahrzehnte bereits geworden – jetzt rückt Nachhaltigkeit in den Fokus der Produktevolution: Deshalb hat WAGO 2023 die beliebte Verbindungsklemme der Serie 221 neu interpretiert und die Green Range Serie 221 auf den Markt gebracht. Sie besteht aus anteilig biozirkulären und recycelten Kunststoffen und ist somit nachhaltiger als der Vorgänger. Dies stellt einen wichtigen Schritt zu mehr Nachhaltigkeit dar, ohne Kompromisse bei Qualitätsstandards und Zertifizierungen einzugehen.

Green Range Serie 221, Verbindungsklemme
Die Green Range Serie 221 – die nachhaltigere Variante der beliebten Serie 221 – zeigt, dass die Entwicklung der Verbindungsklemme auch nach fünfzig Jahren nicht zu Ende ist. - © WAGO