Geschäftsbericht 2025 : Oekostrom: Schwieriges Jahr, knappes Plus
Sechsunddreißigtausend Euro blieben der Oekostrom Ag nach Steuern als Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025, und das bei einem Gesamtumsatz von 119 Mio. Euro. Nach dem Rekordjahr 2024 mit 15 Mio. Euro Gewinn und dem zweitbesten Jahr der Unternehmensgeschichte 2025, das noch ein Plus von 6,4 Mio. Euro auswies, ist die "schwarze Null" ein deutliches Zeichen für veränderte Rahmenbedingungen und ein schwieriges Umfeld.
Als Hauptgrund für das Ergebnis nennt das Unternehmen geringere Windmengen, Tiefstpreise bei PV-Strom sowie steigende Preise an den Spotmärkten, die die Einkaufskosten im Energievertrieb in die Höhe trieben. Gleichzeitig musste Oekostrom wegen des gestiegenen Wettbewerbs am Strommarkt erstmals überhaupt ein Minus bei den Kund*innen beklagen: Deren Zahl reduzierte sich von 123.000 auf 116.000, was aber immer noch die zweithöchste Zahl der Unternehmensgeschichte bedeutet.
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CEO Ulrich Streibl sieht Schwankungen in der Energiebranche als durchaus normal an, räumt aber ein, dass 2025 aufgrund des Zusammentreffens mehrerer negativer Effekte ein besonders herausforderndes Jahr war.
Dennoch setzt Oekostrom den Investitionskurs fort: Die installierte Leistung konnte 2025 von 95 auf 105 MW gesteigert werden. Dieser Wachstumskurs soll sich heuer sogar noch beschleunigen, Oekostrom rechnet damit, noch im Laufe des Jahres 2026 den Meilenstein von 150 MW installierter Leistung zu erreichen. Dieses Ziel war ursprünglich erst für 2030 angepeilt. Treiber dabei sind neue Windparks und PV-Anlagen in Österreich und Deutschland.