KV Metallgewerbe 2026 : Kollektivvertragsabschluss für Elektrogewerbe erreicht
Der KV Metallgewerbe bis 2027 steht.
- © maho - stock.adobe.comDie Sozialpartner haben sich am 24. Oktober für rund 120.000 Arbeiter*innen des Metallgewerbes auf einen Kollektivvertragsabschluss für zwei Jahre geeinigt. Der Kollektivvertrag gilt für Betriebe aus elf Bundesinnungen der Wirtschaftskammer, darunter auch die Elektrotechnik. Zudem umfasst der Kollektivvertragsbereich Metallgewerbe rund 19.000 Lehrlinge.
Der Abschluss gilt ab 1. Jänner 2026: Mit ihm steigen die IST-Löhne sowohl im ersten Jahr (2026) als auch im zweiten Jahr (2027) um 1,8 Prozent, mit einer Deckelung im Jahr 2026 bei maximal 85 Euro pro Monat. Die KV-Löhne steigen im ersten Jahr (2026) um 2,2 Prozent und im zweiten Jahr (2027) werden die KV-Löhne um 2,0 Prozent erhöht. Die rollierende Inflation, die den Verhandlungen zugrunde gelegt wurde, betrug 2,82 Prozent.
„Das Gesamtpaket mit dauerhaften Erhöhungen für zwei Jahre sichert die Kaufkraft der Beschäftigten und gibt den vielen kleinen Gewerbebetrieben die nötige Planungssicherheit in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten“, sagt PRO-GE-Chefverhandler Reinhold Binder. Dem stimmt auch Verhandlungsleiter Manfred Denk, zugleich Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der WKO, zu: „Die Marktsituation der Betriebe im Metallgewerbe ist unverändert schwierig. Hohe Energiepreise und zuletzt deutlich gestiegene Lohnkosten haben der Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig geschadet. Mit dem realistischen und maßvollen Abschluss ist es gelungen, den Betrieben mehr Planungssicherheit, mehr Handlungsspielraum und den Beschäftigten positive Zukunftsperspektiven zu ermöglichen."
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Es war uns wichtig, die Metallbranchen im Gewerbe und Handwerk als äußerst attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.Christian Bräuer, Bundesinnungsmeister
Lehrlingseinkommen sollen Branche attraktivieren
Auch die Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulage, die Montagezulage und die Zulage für die 2. Schicht werden um 2,2 Prozent erhöht. Die Aufwandsentschädigungen steigen um 2 Prozent. Zudem wurde ein Stufenplan bis 2029 zur Anhebung der Zulage für die 3. Schicht bzw. für Nachtarbeit auf 4 Euro vereinbart. Das Kilometergeld wird auf 50 Cent angehoben. „Die Verhandlung für den Kollektivvertrag für Angestellte an nur einem Tag mit einem tragbaren Ergebnis abzuschließen, zeichnet die bewährte Arbeitsweise der Sozialpartnerinnen und Sozialpartner aus", bekräftigt auch Christian
Weiters steigen 2026 die Lehrlingseinkommen um 2 Prozent. Im ersten Lehrjahr beträgt das Einkommen künftig 1.000 Euro und steigt bis zum vierten Lehrjahr auf 2.000 Euro an. Erneut konnte zudem vereinbart werden, dass den Lehrlingen in den ersten drei Ausbildungsjahren vom Betrieb ein Klimaticket finanziert wird. Weiters wird der Einstiegslohn für Facharbeiter*innen nach abgeschlossener Lehre mit Jänner 2027 auf mindestens 3.000 Euro steigen. „Die Lehrlinge von heute sind unsere Fachkräfte von morgen: Es war uns wichtig, hier ein Zeichen der Wertschätzung für die Lehrlingsausbildung zu vermitteln und die Metallbranchen im Gewerbe und Handwerk als äußerst attraktiven Arbeitgeber zu positionieren“, betont Bräuer abschließend.