Wiener Netze GmbH

Gleichenfeier Smart Campus

Der Bau des Wiener Netze Vorzeigeprojekts in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz geht in die Zielgerade. Kürzlich wurde die Dachgleiche beim Smart Campus gefeiert.

Deals & Projekte

Der Smart Campus nimmt konkrete Formen an. Verbaut wurden in etwa 82.000 Kubikmeter Beton und 10.000 Tonnen Stahl. Mit der Menge an Beton könnte man 16-mal alle Becken des Stadthallenbades füllen und der benötigte Stahl wiegt ungefähr so viel wie 3.000 Elefanten. Die smarte Unternehmenszentrale bietet ab Sommer 2016 nicht nur Platz sondern auch Energie für über 1.400 Mitarbeiter. Das Gebäude wird nach Passivhaus-Standards gebaut und soll den Großteil der benötigten Energie selbst decken. Die nachhaltige Bauweise wird auch durch das ÖGNI-Zertifikat in Gold belegt. Damit zeigen die Wiener Netze, was in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz möglich ist.

© Wiener Netze, Christian Houdek
Gleichenfeier Smart Campus

"Der Bau einer neuen Unternehmenszentrale war im Sinne der neuen Firmenstruktur und der Optimierung der Prozesse und Kosten unumgänglich. Doch wer heute baut muss verantwortungsvoll und somit energiebewusst handeln. Deshalb gehen die Wiener Netze mit einem der nachhaltigsten und energieeffizientesten Bauprojekte mit gutem Beispiel voran." sagt Peter Weinelt, Geschäftsführer der Wiener Netze. "Neue Technologien und Innovationen sinnvoll einzusetzen gehört von je her zu unserem Geschäft. Ob Smart Meter, Intelligente Trafos, neue Verlegetechniken und Materialien oder eben eine Unternehmenszentrale die so gut wie energieautark ist", so Weinelt weiter.

Alleskönner in Sachen Energieeffizienz

Mit einer Lebenszykluskostenberechnung wurden die Investitions- und Folgekosten, wie zum Beispiel Wartung, Instandhaltung, Erneuerung, Energie- und Verbrauchskosten und vieles mehr dargestellt. So ist eine teurere Dämmung eine kluge einmalige Investition, wenn dadurch im laufenden Betrieb kaum Heizkosten anfallen. Die Lebenszykluskostenberechnung zeigt sich in jedem Detail: Wassersparende Armaturen sorgen beispielsweise für niedrigere Kosten für Wasser und Warmwasseraufbereitung.

Investition in die Zukunft

Rund 200 Mio. Euro wird das Gesamtprojekt Smart Campus kosten. Mit rund 100.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche bietet er Platz für zirka 1.400 Mitarbeiter. Verbaut wurden in etwa 82.000 Kubikmeter Beton und 10.000 Tonnen Stahl. Mit der Menge an Beton könnte man 16-mal alle Becken des Stadthallenbades füllen und der benötigte Stahl wiegt ungefähr so viel wie 3.000 Elefanten. Mit dem visionären Bau wird in alle Bereiche investiert: Der Smart Campus wird nämlich zum Nervenzentrum der Energieversorgung. Mit modernster Technik werden künftig im Smart Campus die Energienetze der Region Wien überwacht, kontrolliert und gesteuert. Die neue Steuerzentrale für Gas, Strom und Fernwärme bedeutet ein noch zuverlässigeres Verteilernetz, um die von den Kunden gewohnte Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.

Aushub-Abtransport mit der Bahn

Rund 270.000 Tonnen Aushubmaterial fielen auf der Baustelle Smart Campus an. Eine ganze Menge Erdreich, immerhin erstreckt sich die Baustelle über 350 Meter - das ist ungefähr so lang wie die längsten Kreuzfahrtschiffe. Schon in der Planungsphase wurde hier eine alternative Möglichkeit des Abtransports gesucht - und gefunden.

Das Gelände der Wiener Netze liegt direkt an der Ostbahn, dieser glückliche Umstand wurde genutzt um einen großen Teil des Aushubs über Schiene abzutransportieren. Clever und umweltfreundlich zugleich, so konnten rund 55 Tonnen CO2 und eine halbe Tonne Stickoxide eingespart werden. Auch die Anrainer wurden geschont: 6.000 vermiedene LKW-Fahrten ersparten den angrenzenden Wohnsiedlungen einiges an Lärm- und Staubbelastung.