Forschungsprojekt

Neue Lichtqualität für Arbeitsumgebungen

Ein neuer Ansatz für Lichtdesign und Lichttechnik steht im Mittelpunkt des Projekts Double Dynamic Lighting der renommierten Aalborg University Copenhagen, unterstützt und begleitet von mehreren führenden Lichtunternehmen. Das Forschungsteam um Prof. Dr. Ellen Kathrine Hansen erforscht die Kombination von dynamischem Tages- und Kunstlicht im räumlichen Kontext und eröffnet Architekten und Lichtexperten eine neue Dimension, um individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Arbeitsanforderungen zu unterstützen.

Beleuchtungstechnik Tridonic Forschung

Das Forschungsprojekt Double Dynamic Lighting (DDL) legt die Richtlinien für die Beleuchtung eines komfortablen Arbeitsplatzes durch die Kombination von direktem und diffusem dynamischem Tages- und Kunstlicht fest. Der neue Ansatz (DDL) wirkt sich positiv auf die wahrgenommene Atmosphäre, den Sehkomfort und das Engagement am Arbeitsplatz aus. Die Ergebnisse des Projekts zeigen Möglichkeiten für den Einsatz neuer Sensor- und Lichttechnologien, um die Beleuchtung an den Bedürfnissen des Menschen auszurichten. Das Projektteam hat Vorschläge für Lichtszenen erarbeitet, die den natürlichen Verlauf des Tageslichts sowie aktuelle Himmelsbedingungen berücksichtigen. Durch die Untersuchung, wie eine responsiv arbeitende Lichttechnologie, die auf das Tageslicht reagiert und es ergänzt, Mensch und Natur verbinden kann, können die Erkenntnisse dazu beitragen, einen zukünftigen ganzheitlichen Designansatz zu bilden.

Untersucht werden die räumlichen Gegebenheiten in einem dynamischen Lichtumfeld und deren Einfluss auf das Wohlbefinden der Nutzer. Praxisorientierte Designrichtlinien werden mit einer Reihe von Untersuchungen entwickelt, getestet und umgesetzt. Das geschieht sowohl in bestehenden Arbeitsumgebungen mit dynamischem Licht wie auch in Lichtlabors der Universität Aalborg sowie in interaktiven, dreidimensionalen Computermodellen.

Die Ergebnisse der Feldstudie zeigen, dass sich dynamische Lichteinstellungen, die auf die Dynamik des Tageslichts reagieren, durch eine Kombination von direkter und diffuser Beleuchtung definieren lassen. Es konnte nachgewiesen werden, dass sich DDL im Vergleich zur statischen Beleuchtung positiv auf die wahrgenommene Atmosphäre, den Sehkomfort und das Engagement am Arbeitsplatz auswirkt. Generell wurde bestätigt, dass die Kombination von gerichtetem Arbeitslicht und diffusem Umgebungslicht, die auf Oberlichter und das gemessene Tageslichtniveau im Raum reagiert, den Vorzug vor der statischen diffusen Beleuchtung erhielt.

Die Analyse der Interviews mit den Testpersonen zeigt, dass sie eine große Differenz im Sehkomfort wahrnehmen, wenn dynamisches und statisches Licht verglichen werden. Demnach wird ein hoher Sehkomfort erreicht, wenn es Lichtzonen mit direkten und diffusen Lichtkomponenten und ungleichmäßiger Lichtverteilung gibt. Die Industriepartner bringen ihr praktisches Anwendungswissen ein und arbeiten Hand in Hand mit der Universität.