HAUSAUTOMATIONSPROJEKT: TEIL 1

Smartes Heim, Glück allein

Den Umbau eines älteren Häuschens nahm Jürgen Wege zum Anlass für ein groß angelegtes Hausautomationsprojekt. Über den steinigen Weg dorthin berichtet der Autor unseres deutschen Schwestermagazins „Smarthouse Pro“ (herausgegeben von WEKA Fachmedien) in dieser Online-Serie.

Die ersten Skizzen zeigen die Einschränkungen beim Lichtkonzept.

Ich hoffe, dass der eine oder andere Leser davon profitieren kann, vielleicht Lehren daraus zieht, jedenfalls erkennen kann, warum es Hausautomation bis heute nicht in die breite Masse geschafft hat und wir vom einfach zu implementierenden „Smart Living“ noch Lichtjahre entfernt sind. Es wird um die konkreten Schritte bei der Auswahl von Produkten gehen. Um den Umsetzungsprozess, die vielen Hürden in einem – eigentlich einfach scheinenden – Projekt sowie um die – subjektiven – Schwachstellen des ausgewählten Systems und der verfügbaren Produkte.

Zum Schluss werde ich neben dem Resümee auch einen Vergleich zu einem (theoretisch) auf KNX-Basis realisierten System wagen. So viel vorweg. Bei diesem Vergleich wird die KNX-basierte Lösung – für mich selbst erstaunlich – ganz gut abschneiden. Oder schneidet vielleicht das ausgewählte Produkt schlicht und einfach „zu schlecht“ ab? Lassen Sie sich überraschen!

Die Aufgabe

Ein älteres Haus – erbaut in den 50er-Jahren – soll renoviert, umgebaut und modernisiert werden, um dem heutigen Lebens- und Komfortstandard gerecht zu werden. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus, zirka 85 Quadratmeter pro Etage plus Keller. Das Dachgeschoss ist ein zusammenhängender, großer Raum.

Das Erdgeschoß, bisher eher altbacken mit separierter Kleinküche, Esszimmer und abgetrenntem Wohnzimmer, soll zu einem einzigen großzügigen, lichtdurchfluteten Raum werden. Die zwei Räume im Obergeschoß sollen weitgehend erhalten bleiben. Aber ein geräumiges Bad wäre toll. Neue Fenster und eine größere Küche stehen ebenfalls auf der Wunschliste. Außerdem vielleicht eine Fußbodenheizung für Bad und Küche? Und: neue Elektrik, na klar!

Smart, Home © Jürgen Wege

Der Autor Jürgen Wege ist Spezialist für die Planung und Installation von Multiroom-Systemen und Haussteuerungen.

T-Träger als Kabeltrasse

Im Erdgeschoß müssen ein paar Wände raus. Parkett-Fußboden soll im Wohnbereich verlegt werden. Für die größere Küche gilt es, einen Kunstgriff zu wagen: Ein Teil des bisherigen Gangs wird als Nische für einen deckenhohen Kühl- und Wandschrank in der Küche nutzbar gemacht, ohne dass dort Verkehrsfläche verloren geht, dafür wird das WC entsprechend umgeformt.

Nicht weniger anspruchsvoll wird es wohl im Obergeschoß. Zwar bleibt dort der Schnitt, womit Wände, Decken und Treppen erhalten bleiben, aber zwei kleine Bäder werden zu einem großen zusammengelegt. Und da muss, der Steifigkeit geschuldet, mit massiven Doppel-T-Trägern gearbeitet werden. Immerhin gibt es scheinbar (noch) keine Vorschrift, die die Nutzung derselben als Kabeltrasse untersagt.

Fortsetzung folgt!

SmarthousePro