Studie

Warum Infrarotheizungen unbeliebter werden

Das Wachstum am österreichischen Markt für Infrarotheizungen kam im Jahr 2019 völlig unerwartet zum Stillstand. Auch in den nächsten Jahren ist mit keinem neuen Aufschwung zu rechnen, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Infrarotheizungen des Marktforschungsinstituts Branchenradar Marktanalyse.

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Marktentwicklung Infrarotheizungen total in Österreich

Der Trend hin zu Strahlungswärme war robust. Zwischen 2014 und 2018 verdoppelte sich das Marktvolumen auf zuletzt rund 18 Millionen Euro. Doch im vergangenen Jahr fand der Boom ein jähes Ende. Laut aktuellem Branchenradar Infrarotheizungen in Österreich 2020 stagnierten die Herstellererlöse im Jahr 2019 bei rund 17,9 Millionen Euro. Nur noch moderaten Zuwächsen in den Leistungsklassen zwischen 250 und 1.000 Watt standen Umsatzrückgänge bei Infrarotpaneelen unter 250 Watt beziehungsweise über 1.000 Watt gegenüber.

Klassische Heizsysteme und trübe Aussichten

Als Ursache für die doch unerwartet verlorengegangene Dynamik nennt Branchenradar Marktanalyse im Wesentlichen einen gesättigten Markt und die Aktivitäten der Hersteller klassischer Heizsysteme, die Infrarotheizungen offenbar das Marktpotential abgraben. So wurden etwa im Gebäudebestand, dem wichtigsten Marktsegment von Infrarotpaneelen zur Raumerwärmung, im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Elektroheizungen sowie Badezimmerheizkörper mit elektrischer Heizpatrone verkauft als im Jahr davor. Auch der Ausblick ist für den gegenständlichen Markt wenig erfreulich. Nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise erwartet Branchenradar Marktanalyse im laufenden Jahr sogar einen Umsatzrückgang um rund drei Prozent und 2021 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung.