Energieeffiziente Feldsteuerschränke : Von der Diplomarbeit zum Realbetrieb

Intelligent geregelt werden die Feldsteuerschränke in den Umspannwerken der KNG.

Intelligent geregelt werden die Feldsteuerschränke in den Umspannwerken der KNG.

- © Technische Alternative

Die Hochspannungsleitungen der Kärnten Netz GmbH (KNG), der größten Tochtergesellschaft der Kelag, werden ausschließlich ferngesteuert betrieben. Für die Automatisierung braucht es Leittechnik auf mehreren Ebenen. Auf der Feldebene werden so Steuer-, Schutz- und Überwachungsgeräte beispielsweise für ein Mess-, Schalt- oder Kuppelfeld zusammengefasst. Untergebracht sind diese Geräte in einem Feldsteuerschrank.

Um Funktionsstörungen und Ausfälle zu verhindern, dürfen die relative Luftfeuchtigkeit und die Innentemperatur bestimmte Grenzen nicht unter- bzw. überschreiten. Auch ist die Bildung von Kondenswasser im Inneren der Schränke zu verhindern.

Für die Einhaltung der erforderlichen Parameter sorgten in der Vergangenheit Heizelemente, die via Thermostat und Hygrometer gesteuert wurden. Im Laufe der letzten Jahre wurden die Feldsteuerschränke nun nach und nach mit intelligenten Regelungen ausgestattet.

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Geringe Kosten, halber Verbrauch: Überzeugende Argumente sprachen für die Umstellung der Regeltechnik.

 

- © Technische Alternative
Durch die Kombination aus Universalregler und Feuchtesensor ließ sich der Energieverbrauch der Feldsteuerschränke fast halbieren.
Jürgen Prazak, Technische Alternative

Intelligent geregelt

Ausgangspunkt dafür war eine HTL-Diplomarbeit unter dem Titel „Temperaturüberwachung von Steuerschränken“. „Eines der untersuchten Regelsysteme war ein Produkt der Technischen Alternative, nämlich der Universalregler UVR610S in Kombination mit dem Feuchtesensor RSF-DL“, schildert Marketingleiter Jürgen Prazak.

Die Kombination punktet durch genaue und schnelle Regelung bei geringen Materialkosten. Zur Validierung der Funktionalität und des Energieeinspar-Potenzials wurden mehrere Feldtests in der Höheren Technischen Lehranstalt Mössingerstraße in Klagenfurt und in einem Umspannwerk durchgeführt. 

„Als Ergebnis der Arbeit werden die Heizelemente zur Gewährleistung der klimatischen Betriebsbedingungen zukünftig nur mehr bei Bedarf mittels PID-Regler angesteuert.“ Resultat des Einsatzes der frei programmierbaren Regelung gemeinsam mit Feuchtesensorik im KNG-Realbetrieb: Der Energieverbrauch der Feldsteuerschränke ließ sich mit dem neuen System nahezu halbieren.

Technische Details

Regelung pro Schrank

  • 1 Universalregler UVR610S
  • 1 Feuchtesensor RFS-DL

Anlage

  • Feldsteuerschränke in Umspannwerken
  • geregelt wird 1 Heizelement je Schrank
In den Feldtests kam der frei programmierbare Regler RSM610 zum Einsatz. Mittlerweile wird das Nachfolgemodell verwendet.
In den Feldtests kam der frei programmierbare Regler RSM610 zum Einsatz. Mittlerweile wird das Nachfolgemodell verwendet. - © Technische Alternative