Initiative STARK‐STROM : Gemeinsam mehr erreichen

Um das erfolgreich umzusetzen, will sich STARK-STROM dazu Industrie, Energieversorger, -Dienstleister und andere Organisationen mit ins Boot holen.

Angesichts der Verknappung fossiler Energieressourcen (Erdöl, Kohle und Gas) und deren Preisentwicklung wie auch der sichtbaren ökologischen Folgewirkungen fossiler Verbrennung ist es ein Gebot der Stunde, elektrischen Strom zur Substitution fossiler Energieträger einzusetzen. Der Anteil von elektrischem Strom am Gesamtenergieaufkommen liegt derzeit in Österreich aber nur bei ca. 20 %. Genau da setzt die Initiative STARK-STROM, eine Interessensgemeinschaft, gebildet von der Bundesinnung der Elektrotechniker, der eâMarke Österreich und dem Bundesverband Photovoltaic Austria, an.

„Elektrischer Strom ist dynamisch, kann für alle Energie-Dienstleistungen genutzt und am effizientesten geregelt werden, er ist sauber und geografisch unabhängig aufbringbar und im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energieträgern absolut kostengünstig“, konstatierte Bundesinnungsmeister Ing. Josef Witke anlässlich der Vorstellung der Initiative STARK-STROM in Wien. „Vorrangige Bereiche, in denen sich elektrischer Strom als ausbaufähiger Energieträger anbietet, sind dabei die Raumwärme, natürlich mit modernen Heizsystemen, wie z.B. Infrarot-Heizsystemen, und die Elektro-Mobilität. Unser Ziel ist es, bis 2025 den Anteil von elektrischem Strom am Gesamtenergieaufkommen in Österreich auf 25 bis 30 % zu erhöhen. Wir wollen damit den ‚Kuchen‘ für alle in diesem Bereich Tätigen größer machen und alle daran Interessierten zu uns ins Boot holen.“

Anlässlich der Präsentation der Interessensgemeinschaft STARK-STROM (v.l.): Gottfried Rotter (Geschäftsführer eâMarke Austria), Bundesinnungsmeister Josef Witke und Hans Kronberger (Präsident Bundesverband Photovoltaic Austria) - © Energisch PR-Agentur GmbHenergiekommunikation.at

Die Energiewende und im Zusammenhang damit der Ausbau des Anteils an elektrischem Strom stellt den Beruf des Elektrotechnikers vor große, neue Herausforderungen. „Das beginnt bei der Lehrlingssuche und Elektriker Ausbildung und endet bei der permanenten Fortbildung der Fachkräfte und Spezialisten, wie wir das auch seitens der e-Marke unterstützen“, erläuterte Ing. Mag. Gottfried Rotter, Geschäftsführer der eâMarke. „Der Beruf des Elektrikers wird sich systematisch weiterentwickeln. Im Vordergrund wird die Dienstleistung der energetischen Optimierung und des Energiemanagements stehen. Dass wir mit dieser Thematik schon bei den Jugendlichen ansetzen, zeigt das projekt:energie, das sich an Schüler der 8. Schulstufen richtet, und darauf abzielt, mit Energie effizientestmöglich umzugehen. Wir laden die Industrie, Stromverteiler, Energieversorgungsunternehmen und alle für diesen Bereich relevanten Organisationen ein, bei der Initiative STARK-STROM mitzumachen, um Strom als Energieträger in seiner Marktbedeutung zu stärken. Denn gemeinsam können wir für anstehende Probleme andere, nachhaltigere Lösungen erarbeiten und mehr erreichen als jeder, der für sich alleine und nach kurzfristigen Zielsetzungen agiert. Wäre das z.B. beim Thema Smart Metering schon geschehen, so hätte das sicher allen Beteiligten helfen können.“

Für Dr. Hans Kronberger, Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria, ist der Ausbau der Nutzung von elektrischem Strom der treibende Motor für die Energiewende: „Es ist höchste Zeit, die zu erwartende Überproduktion an elektrischem Strom durch erneuerbare Energieträger sinnvoll zu bewältigen. Die Weichen für morgen müssen heute gestellt werden. Die Stromversorgung der Zukunft wird weiter dezentralisiert werden. Bei Sonnenstrom wird ein relativ hoher Anteil an Eigenerzeugung und Eigenverbrauch angestrebt. Das entlastet die strapazierten Netze, sichert die Versorgung und garantiert regionale Wertschöpfung!“

Die Interessensgemeinschaft STARK-STROM hat mit vielen potenziellen Partnern bereits Kontakte geknüpft, die auch schon zu konkreten Ergebnissen führten: Eine 2014 in Wien stattfindende Enquete und ein geplanter Großversuch in einem Bundesland zeigen erste Erfolge der Initiative.