Förderung Photovoltaik : Dritter PV-Fördercall 2025 gestartet

Top view of solar panels (solar cell) in solar farm with green tree and sun lighting reflect .Photovoltaic plant field.

Bis zum 22. Oktober kann noch eine Förderung für Photovoltaik und Stromspeicher beantragt werden.

- © Thongsuk - stock.adobe.com

Am 14. Oktober hat die E-Control den aktuellen EAG-Monitoringbericht für 2024 veröffentlicht und damit ein Update, wie nahe Österreich an seinen Erneuerbaren-Zielen ist, gegeben. Im Gegensatz zum Ökostromgesetz steht im EAG nicht mehr allein der geförderte Ökostrom im Mittelpunkt, sondern erneuerbare Energien im Strom- und Gasbereich. Dabei gibt es im Grunde genommen drei Ziele: 

  • Der Gesamtstromverbrauch soll im Jahr 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden, 
  • das EAG soll einen Anreiz liefern, dass bis 2030 zusätzlich 27 TWh Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden 
  • und im Gasbereich der Anteil soll von national produziertem erneuerbaren Gas am österreichischen Gasabsatz auf 5 TWh gesteigert werden.

Diskussion um Erneuerbaren-Anteil

„Aufgrund eines leicht gestiegenen Inlandstromverbrauchs, aber der gleichzeitig deutlich gestiegenen Bruttostromerzeugung konnten im Jahr 2024 94 Prozent des Inlandstromverbrauchs durch erneuerbaren Strom gedeckt werden", zeigt sich der Vorstand der E-Control, Alfons Haber, erfreut. Die Bruttostromerzeugung stieg – inklusive Erzeugung aus Pumpspeichern – im Jahr 2024 auf 70.861 GWh.

Kontra gab es dazu vom EEÖ. Die Angaben zum Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch seien laut dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich falsch dargestellt, der tatsächliche Anteil liegt bei genauer Betrachtung des Berichtes bei rund 89 Prozent. Grund dafür ist Einbeziehung von Pumpstrom in den Berechnungen. Dieser ist laut EEÖ nicht automatisch erneuerbar, denn auch mit Atomstrom, Kohlestrom oder Strom aus Gaskraftwerken wird Wasser im Pumpspeicherkraftwerk hochgepumpt, gespeichert und später wieder zu Strom umgewandelt. 

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20.000 Tickets zum Start

Eine wichtige Rolle bei Erneuerbaren-Ausbau spielt die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG), die mitunter die EAG-Förderungen abwickelt. Der dritte und letzte PV-Fördercall für Investitionszuschüsse 2025 (Photovoltaikanlagen und Stromspeicher) wurde am 8. Oktober gestartet. Noch bis einschließlich 22. Oktober 2025 können Förderanträge eingereicht werden. „Bereits zu Beginn des Fördercalls haben die Förderwerber knapp 20.000 Tickets gezogen", weiß OeMAG-Vorstandsmitglied Horst Brandlmaier

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Die Vielzahl der bereits eingereichten Anträge zeige, „dass die Bevölkerung und die Betriebe in Österreich bereit sind, aktiv an der Energiewende mitzuwirken", ergänzt Vorstandsmitglied Gerhard Röthlin.  Auch der Made-in-Europe-Bonus, der den Einsatz von in Europa produzierten PV-Komponenten zusätzlich belohnt, werde gut angenommen, heißt es von der OeMAG. Der Bonus fördert eine nachhaltige Lieferkette und stärkt die europäische Wertschöpfung.