EEGs in Niederösterreich : Energiegemeinschaften: Längst kein Nischenmodell mehr

Wachstum der Energiegemeinschaften im Versorgungsgebiet der Netz Niederösterreich

Wachstum der Energiegemeinschaften im Versorgungsgebiet der Netz Niederösterreich

- © Netz Niederösterreich

Die Zahl der aktiven Teilnehmer*innen in Energiegemeinschaften im Versorgungsgebiet der Netz Niederösterreich hat im Juni die Marke von 50.000 überschritten. Zum Vergleich: Ende 2024 waren es noch rund 26.000 Teilnehmer*innen. „Mit einem monatlichen Zuwachs von mehr als 5.000 neuen Teilnehmer*innen zeigt sich die hohe Dynamik und Akzeptanz“, freut sich EVN-Vorstandsdirektor Stefan Stallinger. Niederösterreich nimmt dabei im Bundesländervergleich eine Spitzenposition ein und zählt zu den Vorreitern bei der Umsetzung gemeinschaftlicher Energieprojekte.

„Mit über 50.000 aktiven Teilnehmer*innen in unserem Netz sehen wir, dass Energiegemeinschaften längst kein Nischenmodell mehr sind“, so Stallinger weiter. Sie seien vielmehr bereits ein zentraler Baustein des Energiesystems. Auch Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf sieht in der Entwicklung der Energiegemeinschaften ein positives Signal für die Energiezukunft: „Wir wollen unsere Heimat weiter unabhängig von fossilen Energieimporten machen, unsere Versorgungssicherheit stärken und zum Schutz unseres Klimas beitragen. Energiegemeinschaften sind dabei ein wichtiger Baustein und zeigen, wie technologische Innovation und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen." 

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Digitalisierung und Dialog als Erfolgsfaktoren

Als weiteren Faktor sieht Pernkopf die verschiedenen Dienstleister, die bei der Gründung einer Energiegemeinschaft unterstützen. So betreut die „Energie Zukunft Niederösterreich“ (EZN), eine gemeinsame Tochter von Land NÖ und EVN aktuell Energiegemeinschaften mit mehr als 20.000 Teilnehmer*innen. Die Umsetzung erfolgt etappenweise und in Abstimmung mit allen Beteiligten. Neue digitale Tools – wie aktuell die Versorgungsübersichtskarte – unterstützen die Kund*innen. „Diese Karte zeigt die Versorgungsgebiete einzelner Umspannwerke und Trafostationen. Sie ist eine Orientierungshilfe, um weitere Interessenten für eine Energiegemeinschaft leichter zu finden“, erläutert Stallinger.

>>> Interesse am Thema Energiegemeinschaften? Im Reportageformat "reNEWSable" haben wir uns die Potenzial von GEA, EEG und BEG ganz genau angesehen: