Photovoltaik-Offensive ab 2026 : Amstetten setzt auf Freiflächen-PV

Amstetten setzt weiter auf den PV-Ausbau.

Amstetten setzt weiter auf den PV-Ausbau.

- © Patricia Washuettl Stadtwerke Amstetten

Die Stadt Amstetten bekräftigt ihr Engagement für den Photovoltaik-Ausbau der Photovoltaik und plant gemeinsam mit den Stadtwerken Amstetten ab 2026 die Umsetzung von vier neuen PV-Freiflächenanlagen. Das verkündeten Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Gerhard Riegler sowie Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Hürner im Rahmen einer Pressekonferenz. 

Das im Jahr 2022 formulierte Ziel sieht bis 2030 eine installierte Spitzenleistung von über 30 Megawatt Peak vor – aktuell sind davon bereits 16 Megawatt Peak realisiert. Die in Planung befindlichen vier neuen Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 6,5 Megawatt Peak stellen einen weiteren Schritt am Weg zu diesem Ziel dar und ermöglichen die nachhaltige Stromversorgung von rund 2.400 zusätzlichen Haushalten.

Die PV-Freiflächenanlagen werden eine Gesamtfläche von rund sechs Hektar umfassen und sich im südöstlichen Gemeindegebiet von Amstetten befinden. Ausgewählt wurden die Standorte aufgrund der Sonneneinstrahlung, flachen Topologie, des Abstands zu bestehenden Gebäuden und der Nähe zu Mittelspannungsleitungen und dem Umspannwerk. Die Bewertung und Flächenwidmung der Grundstücke für die Freiflächenanlagen erfolgten in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde. 

>> Immer up to date mit Meinungen und News aus der Branche sein? Abonnieren Sie unseren Newsletter – mit uns bleiben Sie informiert!
Hier geht’s zur Anmeldung

Gerhard Riegler, Vizebürgermeister Amstetten (SPÖ), Jürgen Hürner, Geschäftsführer der Stadtwerke Amstetten, Jakob Kammleithner, Netzleittechniker bei Stadtwerke Amstetten und Christian Haberhauer, Bürgermeister Amstetten (ÖVP) (v.l.n.r.)

- © Patricia Washüttl, Stadtwerke Amstetten

Stabilität für Versorgungssicherheit und Energiekosten in Amstetten

Die Erweiterung der Produktionskapazitäten soll die Versorgungssicherheit erhöhen und gleichzeitig langfristige Stabilität bei den Energiekosten für die Bevölkerung erreichen. Zudem spart die Stadt laut Berechnungen im Vergleich zur CO₂-Bilanz des österreichischen Strommixes mit den vier neuen Anlagen jährlich über 800 Tonnen CO₂ ein – das entspricht in etwa dem Ausstoß von 6 Millionen mit einem Dieselfahrzeug zurückgelegten Kilometern. Bereits zu Beginn betonte Hürner die strategische Bedeutung des Projekts: „Wir investieren in Anlagen, Netze und Speicherlösungen, damit möglichst viel regional erzeugter Ökostrom auch tatsächlich in Amstetten genutzt wird. Damit stärken wir die Versorgungssicherheit, halten Wertschöpfung vor Ort und leisten einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz."

PV-Ausbau Amstetten in Zahlen und Fakten

  • Investition von 4,5 Mio. Euro 
  • Zusätzliche Versorgung von rund 2.400 Haushalten mit Sonnenenergie 
  • Einsparung von über 800 Tonnen CO₂ (ggü. mittleren CO₂-Emissionen im Strommix) -
  • Steigerung des Energieautarkiegrads Amstettens um 8 Prozent

Mehr Energieautarkie für die Region

4,5 Millionen Euro investieren die Stadtwerke Amstennten in den PV-Ausbau und die eigene Energieunabhängigkeit. Der Zubau der neuen Anlagen sorgt für rund 8 Prozent mehr regionale Energie im Netz der Stadtwerke Amstetten. „Wir erzeugen mehr sauberen Strom direkt in Amstetten, machen uns unabhängiger von internationalen Energiemärkten und investieren gleichzeitig in die Lebensqualität unserer Bürger*innen. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und stärkt den Wirtschaftsstandort Amstetten“, erklärt Haberhauer.

Der Bau, Betrieb und die Instandhaltung sollen größtenteils durch lokale Unternehmen erfolgen. „Mit jeder neuen PV-Anlage auf den Dächern unserer öffentlichen Gebäude und Anlagen zeigen die Stadtwerke Amstetten, wie moderne kommunale Infrastruktur aussehen kann: effizient, nachhaltig und wirtschaftlich vernünftig. Der konsequente PV-Ausbau sichert und schafft Arbeitsplätze in der Region – bei den Stadtwerken selbst, bei heimischen Gewerbebetrieben und Partnerunternehmen“, so Riegler. Für die Umsetzung zeichnet das Projektmanagement der Stadtwerke Amstetten verantwortlich.

Sie wollen mehr?