Investitionszuschuss Photovoltaik : Start für zweiten PV-Fördercall

Top view of solar panels (solar cell) in solar farm with green tree and sun lighting reflect .Photovoltaic plant field.

Der zweite PV-Fördercall startet am 16. Juni.

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Nach dem Auftakt des Förderjahres im April startet am 16. Juni 2026 um 17 Uhr die Ticketziehung für den zweiten EAG-Fördercall für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Insgesamt stehen dafür 12 Millionen Euro zur Verfügung, Förderanträge können bis 30. Juni 2026 gestellt werden. „Entscheidend ist jetzt, dass wir Photovoltaik so weiterentwickeln, dass sie nicht nur viel Strom erzeugt, sondern diesen Strom auch zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zu leistbaren Kosten nutzbar macht. Genau darum geht es bei der neuen Förderlogik: Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter“, erklärt Staatssekretärin Elisabeth Zehetner zum Förderstart. 

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PV-Investitionszuschuss: Das Wichtigste auf einen Blick

Auch im zweiten Fördercall gelten für kleinere PV-Anlagen fixe Förderbeträge pro kWp, unter der Bedingung, dass die Höhe des Investitionszuschusses mit maximal 30 Prozent des unmittelbar für die Errichtung der Anlage erforderlichen Investitionsvolumens begrenzt ist:

  • Für Anlagen der Kategorie A (bis 10 kWp) beträgt der fixe Fördersatz 150 Euro pro kWp
  • Für Anlagen der Kategorie B (größer 10 bis 20 kWp) beträgt der fixe Fördersatz 140 Euro pro kWp

Für größere PV-Anlagen über 20 kWp wird die Förderung im Bieterverfahren vergeben. Der niedrigste Förderbedarf in Euro je kWp wird zuerst gereiht, auch hier ist der Investitionszuschuss mit maximal von 30 Prozent gedeckelt. 

  • Für Anlagen der Kategorie C (größer 20 bis 100 kWp) beträgt der höchstzulässige Fördersatz  130 Euro pro kWp
  • Für Kategorie D (größer 100 kWp) beträgt der höchstzulässige Fördersatz 120 Euro pro kWp

Speicher werden nur in Kombination mit Photovoltaik gefördert, für sie gilt ein fixer Fördersatz von 150 Euro pro kWh. Für sie ist ein Mindestwert von 0,5 kWh (Nettokapazität) pro kWp installierter Modulspitzenleistung vorgesehen, die maximal förderbare Kapazität beträgt 50 kWh. 

Die Antragstellung für die Förderung muss vor der Inbetriebnahme der Anlage stattfinden. Auch den "Made-in-Europe"-Bonus gibt es wieder: Für Komponenten aus europäische Wertschöpfung erhöht sich der Investitionszuschuss um maximal 20 Prozent (10 Prozent für PV-Module und 10 Prozent für den Wechselrichter). Einreichungen sind über die EAG-Abwicklungsstelle der OeMAG möglich.

Lehren aus dem 1. Fördercall

Der erste EAG-Fördercall 2026 hat eine hohe Dynamik beim Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern gezeigt: Knapp 29.000 Anträge wurden eingereicht. Ursprünglich waren für diesen Call 40 Millionen Euro für PV- und Speicherförderungen vorgesehen. Nachgefragt wurden jedoch Fördermittel in Höhe von rund 135 Millionen Euro. Infolgedessen wurden 30 Millionen Euro aus Restmitteln freigegeben. Damit wurde der erste Fördercall von ursprünglich 40 Millionen Euro auf insgesamt 70 Millionen Euro aufgestockt.

Besonders deutlich zeigte sich beim ersten Fördercall auch ein struktureller Trend: Rund 90 Prozent der Anträge enthielten bereits eine Speicherkomponente. Auch der „Made-in-Europe“-Bonus hinterließ Spuren: Rund 46 Prozent der PV-Anträge enthalten europäische Wechselrichter. „Mit der EAG-Novelle gehen wir den nächsten Schritt. Made-in-Europe bei Wechselrichtern wird verpflichtend kommen. Das stärkt unsere Cybersicherheit, reduziert Abhängigkeiten und sorgt dafür, dass mehr Wertschöpfung in Europa bleibt“, betont Zehetner.

>> Niederösterreich meldet Speicher-Ausbau

Negative Strompreise zeigen Handlungsbedarf

Wie dringend dieser Paradigmenwechsel ist, zeigen die zunehmenden Phasen negativer Strompreise. 2025 gab es in Österreich rund 450 Stunden mit negativen Strompreisen. Auch dieses Jahr kam es zu Situationen, in denen sehr viel Strom gleichzeitig im System war und überschüssige Mengen nur mit Kosten abgenommen wurden. Das zeigt, wo das System nachgeschärft werden muss: bei Speichern, Netzen, Flexibilität und intelligenter Steuerung. 

>> Der dritte und letzte Fördercall des Jahres findet von 8. bis 22. Oktober 2026 statt. Dafür sind insgesamt 8 Millionen Euro vorgesehen.

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