APG Factbox Mai 2025 : 98,6 Prozent erneuerbarer Strom im Mai

Österreichische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Mai 2025.

Österreichische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Mai 2025. 

- © APG

Trotz einer im Jahresvergleich deutlich reduzierten erneuerbaren Produktion konnte beinahe der gesamte österreichische Strombedarf im Mai durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Im Vergleich zum Vorjahres-Mai ging die erneuerbare Erzeugung in den Mai-Wochen 2025 jedoch um beinahe ein Viertel (konkret um 22,9 Prozent) zurück. Der Hauptgrund sind die gegenüber dem Vorjahr geringeren Niederschläge

Vor diesem Hintergrund ging der Anteil der Wasserkraft, die mit 3.351 GWh den Großteil der Erneuerbaren ausmacht, im Jahresvergleich deutlich zurück (minus 3 Prozent Anteil an den Erneuerbaren zu Mai 2024). Die Windenergie kam bei 595 GWh (plus 1,4 Prozent Anteil) zu liegen, während die Photovoltaik-Einspeisung 761 GWh (plus 0,9 Prozent) zur Erzeugung nachhaltigen Stroms beisteuerte. 

Per Saldo ergab sich über den Gesamtmonat Mai in der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid ein Import in der Höhe von 105 GWh (auf Basis der Fahrpläne). An zwölf Tagen konnte bilanziell Strom ins Ausland exportiert werden, in Kontrast zum Vorjahres-Mai, in dem – unter anderem dank der guten Laufwassereinspeisung – an allen 31 Tagen ein bilanzieller Stromexport dokumentiert werden konnte und sich im Saldo ein Export in der Höhe von 1.300 GWh ergab. 

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30 Millionen Euro für Redispatch

Um den volatilen, erneuerbaren Strom nutzbar zu mache und dabei Überlastungen im Stromnetz zu verhindern, werden mit sogenannten Redispatch-Maßnahmen Überlastungen vermieden. Darunter versteht man den gezielten und kontrollierten Einsatz von Kraftwerken. Im Mai 2025 musste an 5 Tagen die Fahrweise der Kraftwerke in Österreich korrigiert werden, um Überlastungen im Stromnetz zu verhindern. Das sind um neun Tage weniger als noch im Mai 2024. 

Ein anderes Bild zeigt sich in der kumulierten Betrachtung der ersten fünf Monate des laufenden Jahres. Hier ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 (76 Tage bis Ende Mai) war im Vergleich zur Vergleichsperiode im Vorjahr an zehn Tagen mehr Redispatching notwendig (2024: 66 Tage). Bis inklusive Mai lagen die Kosten für die ersten fünf Monate des Jahres bei 30 Millionen Euro

Ein negativer Effekt neben den Kosten bzw. dem steigenden CO₂-Verbrauch ist das „Abregeln“ erneuerbarer Kraftwerksproduktion. Dabei werden beispielsweise Windkraftwerke oder Laufwasserkraftwerke, die zu dieser Zeit Strom produzieren, heruntergefahren, um Überlastungen im Stromnetz zu vermeiden. Seit Anfang des Jahres sind auf diese Art und Weise durch Redispatch-Maßnahmen 5.297 Megawattstunden (MWh) Strom (und somit 1.059 MWh durchschnittlich pro Monat) „verloren“ gegangen. 

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Kärnten und Niederösterreich mit dem meisten Stromüberschuss

Über das Übertragungsnetz wird von APG auch der Energieaustausch im gesamten Bundesgebiet gemanagt. Stromüberschüsse der einzelnen Bundesländer können dadurch österreichweit verteilt und Defizite kompensiert werden. In Kärnten (255 GWh) und in Niederösterreich (180 GWh) wurden im Mai die höchsten Energiemengen in das APG-Netz eingespeist und damit österreichweit zur Verfügung gestellt. Von Wien (411 GWh) und Kärnten (122 GWh) wurde der meiste Strom aus dem APG-Netz bezogen. 

Stromverbrauch im Mai 2025

Im Mai wurden in Österreich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten 4.990 GWh Strom aus dem öffentlichen Netz verbraucht – um rund 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr (4.919 GWh). Das ist der Strombezug aus dem öffentlichen Netz in der Regelzone APG. Der Verbrauch, der durch eigenproduzierten PV-Strom gedeckt wird, ist daher nicht enthalten. 

Stromverbrauch in Oesterreich Mai 2025
Stromverbrauch in Österreich im Mai 2025 - © APG