APG Factbox Juli 2025 : Österreich war im Juli Strom-Export-Land

Österreichische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Juli 2025.

Österreichische Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Juli 2025.

- © APG

Überdurchschnittlicher Niederschlag machte Österreich im Juli zum Strom-Export-Land. Grund dafür ist mitunter die erfreuliche Laufwassereinspeisung: Während sie sich am Monatsbeginn noch mit 508 GWh unter dem langjährigen saisonalen Durchschnitt bewegte, steigerte sie sich bis zum Monatsende mit 904 GWh hin zu einem saisonal historischen Maximum

„Betrachtet man nur die Laufwasserkrafterzeugung hat sich der Juli sehr gegensätzlich präsentiert. Insgesamt konnten die starken Niederschläge gegen Ende des Monats aber die Trockenheit zu Beginn kompensieren. Gesamt fiel die Stromproduktion im Juli dank eines nur sehr geringen Rückgangs der Erzeugung aus Erneuerbaren aber gut aus. Österreich war im Juli ein Export-Land“, erklärt Gerhard Christiner, Vorstandssprecher des Übertragungsnetzbetreibers Austrian Power Grid (APG).

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Stromexport an 22 Tagen

Die gesamte erneuerbare Erzeugung (6.075 GWh) reduzierte sich in den Juli-Wochen mit einem Minus von 2,9 Prozent nur geringfügig zum Juli des Vorjahres. Der Anteil der Stromproduktion aus PV-Anlagen ging um 2,5 Prozent (780 GWh Produktion) zurück. Der Anteil der Wasserkraft pendelte sich mit einem Minus von 1,2 Prozent (4.346 GWh Produktion) in etwa auf Vorjahresniveau ein. Einzig der Anteil der Windenergie legte um 3,9 Prozent zu (817 GWh Produktion). Trotz der im Jahresvergleich leicht reduzierten erneuerbaren Produktion bildeten erneuerbare Energiequellen im Juli etwa 93,5 Prozent der Gesamteinspeisung.

Per Saldo ergab sich über den Gesamtmonat Juli 2025 in Österreich in der Regelzone der APG ein Export in der Höhe von 458 GWh, wobei an 22 Tagen bilanziell Strom ins Ausland exportiert werden konnte. Auch im Vergleichsmonat des Vorjahres war Österreich Export-Land, wobei der Saldo mit 997 GWh damals höher ausfiel und an allen 31 Tagen des Monats ein bilanzieller Stromexport verzeichnet werden konnte.

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Tage mit Redispatch im Vergleichszeitraum bis Ende Juli 2025

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Redispatch-Häufigkeit gleicht dem Vorjahr

Mit der Volatilität des Gesamtsystems Strom geht die Notwendigkeit von gezielten und kontrollierten Einsätzen von Kraftwerken einher, um Überlastungen im Stromnetz abzufangen. Durch diese Redispatch-Maßnahmen entstanden bis Ende Juli 2025 Kosten in der Höhe von 53 Millionen Euro (plus 5,3 Millionen zum Vorjahres-Juli). 

Darüber hinaus sind im Zusammenhang mit Redispatching durch Leistungsreduktion erneuerbarer Kraftwerksproduktion in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres insgesamt 10.485 MWh Strom (und somit etwa 1.498 MWh durchschnittlich pro Monat) „verloren“ gegangen. Eingriffe waren bisher an 105 Tagen (Vergleich: 104 Tage bis Ende Juli im Jahr 2024) notwendig. 

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Oberösterreich und Niederösterreich mit dem meisten Stromüberschuss

Im Juli 2025 zeichnete sich im Energieaustausch innerhalb Österreichs folgendes Bild: In Niederösterreich (421 GWh) und in Oberösterreich (287 GWh) wurden die höchsten Energiemengen in das APG-Netz eingespeist und damit österreichweit zur Verfügung gestellt. Von Wien (450 GWh) und Kärnten (173 GWh) wurde der meiste Strom aus dem APG-Netz bezogen.

Stromverbrauch im Juli 2025

Im Juli wurden in Österreich auf Basis der aktuell vorliegenden Daten 5.493 GWh Strom aus dem öffentlichen Netz verbraucht – dies entspricht einer Erhöhung um rund 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (5.125 GWh) und kann als Fortsetzung des allgemeinen Trends eines ansteigenden Stromverbrauchs angesehen werden. Gleichzeitig ergibt sich eine Erhöhung der Entnahme aus dem öffentlichen Netz aus der geringeren Erzeugung aus PV-Anlagen hinter den Netzanschlüssen zum öffentlichen Netz (aufgrund weniger Sonnenstunden im Juli 2025 als im Vorjahresmonat).

Stromverbrauch in Österreich im Juli 2025.
Stromverbrauch in Österreich im Juli 2025. - © APG