Hybridkraftwerk Parndorf : Wind, Sonne, Speicher und Biodiversität

Drohnenaufnahme des Hybridkraftwerks Aufgenommen im November 2025

Drohnenaufnahme des Hybridkraftwerks

- © oekostrom AG

Das Agri-PV-Hybridkraftwerk, ein Gemeinschaftsprojekt der Ökostrom AG, der deutschen Energiegenossenschaft Green Planet Energy und der Stadtwerke Hartberg, hat im burgenländischen Parndorf erfolgreich den Probebetrieb aufgenommen. Die ersten erzeugten Megawattstunden wurden bereits ins Netz eingespeist. Mit einer Gesamtleistung von 17 MWp wird die Anlage im Endausbau rund 6.320 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen – und kombiniert Photovoltaik, Landwirtschaft und Windkraft in einer gemeinsamen Infrastruktur. 

Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speichern sorgt für stabilen Strom für die umliegenden Gemeinden. „Der Probebetrieb zeigt bereits eindrucksvoll, wie gut sich Wind und Sonne ergänzen“, erklärt Jan Häupler, Vorstandsmitglied der Ökostrom AG. Dadurch erhöht sich die jährliche Betriebsdauer von rund 2.000 auf 4.000 Stunden: „Mit derselben Infrastruktur erzielen wir nahezu doppelt so viele Betriebsstunden wie mit einer Einzelanlage – ein zentraler Effizienzgewinn für die Energiewende.“ Die Pflege der Grünflächen zwischen den Solarmodulen übernehmen in Zukunft Schafe – ein ökologischer Ansatz zur Förderung der Biodiversität.

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Mehrfachnutzung der Infrastruktur

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die gemeinsame Nutzung bestehender Netzableitungen und Netzanschlusspunkte. „Durch die Bauweise folgen unsere Solarmodule dem Tagesverlauf der Sonne von Ost nach West – vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. So nutzen wir Solarenergie gleichmäßig über den ganzen Tag und passen die Produktion optimal an den Verbrauch vor- und nachmittags an, ohne die typische Mittagsspitze", sagt Nils Müller, Vorstand von Green Planet Energy. Durch die gleichzeitige Nutzung der Anbindung an den bestehenden Windpark lässt sich mehr aus den vorhandenen Strukturen holen und so Kosten sparen.

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Batteriespeicherprojekt eingereicht

Auch das geplante Batteriespeicherprojekt macht weiter Fortschritte: Die Anlage wurde am im Dezember 2025 offiziell bei der Behörde eingereicht. „Mit dem Speicher heben wir das Hybridkonzept auf das nächste Level“, freut sich Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer der Ökostrom Produktion. Damit werde Einspeisung in das Verteilnetz nicht nur flexibler, sondern steigere auch den systemischen Nutzen für das Energiesystem.

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