Zumtobel Jahresfinanzbericht 2024/25 : Rückläufige Umsatzerlöse bei Zumtobel

Der Zumtobel-Gesamtvorstand: CDTO Markus Frantz, CFO Thomas Erath, CEO Alfred Felder und COO Bernhard Motzko (v.l.n.r.)

Der Zumtobel-Gesamtvorstand: CDTO Markus Frantz, CFO Thomas Erath, CEO Alfred Felder und COO Bernhard Motzko (v.l.n.r.)

- © NINA BROELL

Das Geschäftsjahr 2024/25 war auch für die Dornbirner Zumtobel Group ein schwieriges Jahr. Im Kontext globaler Krisen und einer schwachen Konjunktur haben reduzierte sich der Gruppenumsatz um –2,6 Prozent auf 1,097 Milliarden Euro. Währungsbereinigt sank der Umsatz um –3,0 Prozent. 

„In Europa war und ist die Nachfrage im Bereich Neubau sehr verhalten. Hinzu kommen verlängerte Entscheidungsprozesse, bedingt durch geringere Investitionsbereitschaft sowie zunehmende Projektverschiebungen auf Kundenseite", beschreibt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group das herausfordernde Marktumfeld. 

Das bereinigte operative Ergebnis der Gruppe liegt bei 46,9 Millionen Euro (Vorjahr: 57,3 Mio. Euro), die bereinigte EBIT-Marge bei 4,3 Prozent – damit befindet sie sich in der prognostizierten Spanne von 3 bis 6 Prozent. Das Jahresergebnis nach Steuern und Abgaben beläuft sich auf 15,5 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 24,7 Millionen Euro. 

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Positive Entwicklung in der DACH-Region

Die Umsatzerlöse in der Gruppe entwickelten sich je nach Region unterschiedlich. So verzeichnete das Unternehmen in allen drei Ländern der DACH-Region steigende Umsätze. Auch in der Region Nord- und Westeuropa konnte die Zumtobel Group die Umsatzerlöse leicht erhöhen, insbesondere dank des Wachstums in UK und Irland. In der Region Süd- und Osteuropa verzeichnete das Unternehmen vor allem in Frankreich schwache Umsätze. Auch in der Region Asien & Pazifik reduzierte sich der Umsatz, speziell in Australien. In der Region Amerika & MEA trugen vor allem die enttäuschenden Umsatzerlöse in Nordamerika zur negativen Entwicklung bei.

Das Geschäft im Components Segment hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 299,3 Millionen Euro zwar auf Vorjahresniveau (299,4 Mio. euro) eingependelt. Besonders in UK und der DACH-Region konnte dieser Geschäftsbereich seine Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr steigern, allerdings wurden diese positiven Effekte durch schwächere Umsätze in anderen Ländern und negative Preisentwicklungen wieder aufgehoben. Im Lighting Segment ging der Umsatz hingegen um 2,8 Prozent auf 864 Millionen Euro zurück. Die positive Entwicklung in UK, Irland und der Schweiz konnte schwache Umsatzerlöse in der Region Süd- und Osteuropa sowie in der Region Asien & Pazifik nicht kompensieren. 

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Fokussierte Unternehmensstrategie

Als Antwort auf die sich wandelnden wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen hat die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre bisherige Unternehmensstrategie unter dem Schlagwort „FOCUSED[+]“ gezielt weiterentwickelt. Nachhaltigkeit und Digitalisierung bleiben zentrale Eckpfeiler der Strategie, in deren Zusammenhang das Unternehmen auch seine Positionierung im Bereich smarter Gebäudeinfrastruktur weiter gestärkt hat.

„Mit dieser Strategie bauen wir auf einem stabilen Fundament auf und richten unser Unternehmen weiter konsequent auf Zukunftsfähigkeit aus – insbesondere im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung und die steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen von Gesetzgebung und Kunden in Europa", so Felder. 

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Ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Zumtobel Group ist die Bündelung aller Aktivitäten rund um intelligente Lichtlösungen. Unter dem Leitmotiv „Smart Building Solutions“ investiert die Zumtobel Group in entsprechende Forschung, Technologie und vernetzte Beleuchtungssysteme. Sensorbasierte Lichtsteuerung, datenbasierte Flächennutzung und Human Centric Lighting leisten einen Beitrag zu smarter Gebäudetechnik zur Sicherung optimaler Energieeffizienz. Strategische Partnerschaften mit Technologieführern wie Siemens und ABB unterstreichen den Anspruch des Unternehmens, zukunftsweisende Systeme für das nachhaltige Gebäudemanagement bereitzustellen.

Rückläufiger Umsatz könnte anhalten

Mit Blick auf das kommende Geschäftsjahr beurteilt das Management der Zumtobel Group die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Lage weiterhin als angespannt und schwer prognostizierbar, obwohl es mittelfristig von positiven Geschäftsimpulsen von den erwarteten Förderprogrammen in Europa ausgeht. Ungeachtet des geringen Anteils des US-Marktes am Umsatz der Gruppe könnten etwa die Auswirkungen der US-amerikanischen Zollpolitik die konjunkturelle Entwicklung und das Baugeschehen in Europa beeinträchtigen. Besonders im Bereich Neubau verzeichnet die Zumtobel Group eine anhaltend schwache Nachfrage.

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Vor diesem Hintergrund und mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten erwartet der Vorstand der Zumtobel Group für das Geschäftsjahr 2025/26 einen rückläufigen Umsatz im einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen 1 und 4 Prozent erwartet.