INFRAROTHEIZUNGEN AUF DEM PRÜFSTAND

Wer billig kauft, kauft teuer

Infrarotheizungen, die Kurzschlüsse verursachen, tauchen immer wieder in den Medien auf. Der große Infrarotheizung Test steht vorerst noch aus. Klar ist jedoch: Diese Form der Heizung hat viele Vorteile. Probleme mit Kurzschlüssen sind kein Argument gegen Infrarotheizungen, sondern eines für Qualitätsprodukte und gegen Billigware.

Wenn sich die Infrarotheizung in Rauch auflöst: Mit Billigprodukten gibt es immer wieder Probleme.

Plötzlich begann das Meer zu schmoren. Der Blick auf ein Felsenkliff im Hintergrund der Sandbucht trübte sich im Rauch ...

Das Meer, von dem hier die Rede ist, befindet sich auf einem Bild, genauer: einem Infrarotheizung Bild. Es handelt sich um einen von zwei Fällen in Kärnten, bei denen in jüngster Zeit gefährliche Kurzschlüsse an Infrarotheizungen auftraten. Besonders dramatisch: In beiden Fällen hielten sich Kinder in unmittelbarer Nähe zu den Geräten auf.

Brandgefahr durch die Heizung

Dennoch wäre es verfehlt anzunehmen, dass von Infrarotheizungen ein erhöhtes Risiko ausgehe. Hier wie bei anderen elektrischen Heizungen (und eigentlich allen elektrischen Geräten) gilt: Die eigentliche Gefahr sind Billigprodukte niedriger Qualität. Laut dem Infrarot-Experten Johann Beurer lag das Problem in den geschilderten Fällen an technischem Versagen: „Die Matte wird so heiß, dass sich die eingebauten Temperaturfühler nicht abschalten.“ Das sei sonst bei 120°C vorgeschrieben. Passiert dies nicht, könnten sogar Brände entstehen.

„Wer billig kauft, kauft teuer!“, kommentiert Matthias Mittringer. Der Geschäftsführer des österreichischen Anbieters Suntherm sieht das Grundproblem in einer säumigen Gesetzgebung, die den Trend zur klimafreundlichen Elektroheizung verschlafen hat: „Der Markt wächst seit Jahren. Die Politik hinkt jedoch bei den notwendigen Richtlinien hinterher. Der Konsument denkt daher, alle Infrarotheizungen seien gleich!“

Suntherm © Reinhard Ebner

Produkte von Suntherm-Chef Matthias Mittringer sind technisch einzigartig.

Vom Space Shuttle in die Elektroheizung

Suntherm fällt insofern aus der Reihe, als das Unternehmen ein weltweit einzigartiges Patent für Infrarotpaneele hält. Das Bauprinzip kam beispielsweise schon im Space Shuttle zum Einsatz. Mittringer: „Unsere Infrarotheizung arbeitet mit einem Direktheizprinzip, wodurch jeder Cent Strom in Wärme verwandelt wird. Gleichzeitig können die Geräte nicht überhitzen.“ Letzteres liegt am Leitwert des hochwertigen Heizmediums. Einen technischen Überhitzungsschutz braucht es bei Suntherm-Paneelen nicht.

Wie Wärmepumpe oder Heizstrahler bieten Infrarotpaneele die Möglichkeit, elektrisch zu heizen. Das ist ein schlagendes Argument für diese Heizform in Zeiten, in denen nach klimaschonenden Alternativen für traditionelle, auf Verbrennungsprozessen basierende Heizungen gesucht wird. Im Gegensatz zu Pelletskessel und Co. ist für eine IR Heizung auch kein Umbau erforderlich. Einfach Gerät installieren, Stecker in die Steckdose und fertig! So nebenbei sorgen Infrarot Heizkörper für ein angenehmes Raumklima, die erzeugte Wärme wird als besonders angenehm empfunden.

https://youtu.be/ugbuRirxaQ0 Einfach zu installieren und montieren: die Infrarotheizung.

Bereits Standard ist heutzutage die Infrarotheizung mit Thermostat (beispielsweise auch als Funk Thermostat). Diese reguliert die Wärmeabgabe automatisch im optimalen Temperaturbereich. Zugleich sorgt die Thermostat Infrarotheizung für optimierten Verbrauch und damit für möglichst geringe Kosten. Angenehm ist die Wärmeempfindung, weil die Infrarotwellen ihre Wärmestrahlung an Wände, Decke und Boden abgeben, die so als Speicher wirken.

Vorteile gegenüber Nachtspeichern und Wärmepumpen

Im Unterschied dazu dient bei einem Nachtspeicher die Luft als Wärmeträger. Die Folgen sind bekannt: Der Wärmeverlust und damit auch die Kosten sind verhältnismäßig hoch. Morgens ist es oft heiß, abends wird die Luft im Innenraum bereits wieder kalt. Als unangenehm empfunden werden oft auch Geräuschentwicklung und Staubaufwirbelung. Daher empfiehlt sich die Anschaffung einer Infrarotheizung.

Thomas Reiter sieht die Infrarotheizung auch gegenüber einer Wärmepumpe im Vorteil. „Berücksichtigt man Brutto-Listenpreis, Montage- und Energiekosten, IBN und Wartung sowie jährliche Betriebskosten, kommt ein Elektroheizsystem im gut gedämmten Neubau nach 20 Jahren günstiger als die Wärmepumpe“, erklärt der Geschäftsführer des Premium-Anbieters Etherma.

Aufgrund von Beispielrechnungen wie dieser, die die Infrarotheizung Kosten unter Berücksichtigung aller Aspekte darstellen, ist der Etherma-Chef überzeugt, dass die elektrische Heizung eine wesentliche Rolle für den Klimawandel spielen kann. Eine BDI-Studie für Deutschland zeige, dass 80 Prozent der Klimaschutzziele mit bestehenden Technologien erreicht werden können. Im Gebäude-Bereich brauche es dafür 50 Prozent mehr energetische Sanierungen, einen Ausbau der Fernwärme in den Städten und Millionen von Wärmepumpen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Wobei Reiter in der Infrarotheizung eben eine günstige Alternative zur boomenden Wärmepumpe sieht.

Infrarotheizung © Etherma

Links im Bild: Elektrische Heizungen von Etherma sind technisch ausgereifte Design-Schmuckstücke.

Keine Angst vor Elektrosmog!

Auf 30 Jahre berechnet wurde die Wirtschaftlichkeit der IR Heizung bei einem „Feldtest Infrarot-Paneele“ vom österreichischen Forschungsinstitut AEE Intec: Demnach ist zum Beispiel die Warmwasserbereitung mittels Fernwärme wesentlich teurer. Wohnungen mit Radiatoren kamen im Schnitt auf Kosten von 1.932 Euro – im Vergleich zu 1.842 Euro im Fall der Wohnungen mit Infrarotheizung.

Gemäß dieser Studie sind auch etwaige Ängste der Konsumenten vor Elektrosmog durch IR-Paneele unbegründet. Mit einer gerade noch messbaren elektrischen Flussdichte von unter einem Mikrotesla sind die elektrischen Heizungen von Werten elektrischer Hausgeräte meilenweit entfernt. Zum Vergleich: Der Elektroherd kam auf 3,97, ein Mikrowellenherd gar auf 45 Mikrotesla – bei Letzterem waren es selbst in 25 Metern Entfernung immerhin noch 7,7 Mikrotesla.

Vom Infrarotheizung Spiegel bis zum Infrarotstrahler

Mancher Hersteller baut lediglich in China produzierte Produkte hierzulande zusammen, um das „Made in Austria“-Gütesiegel führen zu dürfen. Für Etherma-Chef Thomas Reiter hingegen ist österreichische Fertigung kein Lippenbekenntnis: „Unsere Produkte werden in zwei Salzburger Manufakturen mit Sorgfalt und Liebe zum Detail hergestellt. Für uns als traditionsbewusstem Familienbetrieb ist es wichtig, dass sich Kunden auf die Etherma-Qualität und den Komfort unserer genialen Wärmelösungen verlassen können.“

Wer sich noch immer unsicher ist, ob er nun eine Infrarotheizung kaufen soll oder nicht, den überzeugen womöglich die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Es gibt viele Arten von Infrarotheizungen. Ob Infrarotheizung Spiegel oder Infrarotheizung Bild, ob die Infrarotheizung im Bad, hinter der Kreidetafel oder an der Decke, ob mit Rahmen oder ohne – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Infrarotheizung © Etherma

Manchmal verbirgt sich die Infrarotheizung hinter einem dekorativen Bild.

Konfigurieren geht über Studieren

In Innenräumen kommen Paneele zum Einsatz. Deren Zahl lässt sich gemäß Wärmebedarf und Raumgröße einfach berechnen. Die Leistung ist dem entsprechenden Bedarf entsprechend wählbar – ob nun 600 Watt oder beispielsweise 900 Watt. Für den Außenbereich gibt es praktische Infrarotstrahler. Ein Infrarot Heizstrahler bietet auch an kühlen Tagen oder Abenden angenehme Temperaturen im Freien.

Ein Online-Tool für die Berechnung des Bedarfs bietet Etherma mit dem ePlaner 2.0. Damit lassen sich Fußboden- und Infrarotheizung im Online-Konfigurator erstellen sowie verschiedene Produkte wie Matten und Paneele oder unterschiedliche Formen und Leistungsstärken miteinander kombinieren. Mit nur wenigen Mouse-Klicks ist die korrekt dimensionierte Infrarotheizung geplant.

Ein fundierter Infrarotheizung Test ist gefragt!

Fazit: Wer bei Infrarotheizungen billig kauft, kauft letztlich teuer. Nicht jedes im Onlinehandel erworbene Produkt erfüllt die Erwartungen. Ein fundierter und gründlicher Infrarotheizung Test ist vorerst noch ausständig. Zwar hat sich die Stiftung Warentest vor einigen Jahren mit der Thematik auseinander gesetzt. Allerdings beschäftigt sich der betreffende Artikel eher allgemein mit der Zukunft der Heizung – mit Argumenten, die aus heutiger Sicht zum Teil überholt scheinen.

Gut beraten ist daher, wer auf Qualitätsprodukte setzt. Gerade Österreich hat in dieser Hinsicht einzigartige Markenlieferanten aufzubieten. Zudem sollte man auf Prüfzeichen europäischer Testhäuser wie TÜV Austria, OVE oder VDE achten. „Ein CE-Zeichen reicht nur bedingt“, informiert Günther Hraby, der Vorsitzende der IG Infrarot. Diese sei lediglich eine Selbsterklärung durch den Hersteller oder In-Verkehr-Bringer.

Auch eine gründliche Beratung durch den Elektriker trägt zu einem Kauf ohne Reue bei. Es muss ja nicht gerade die Amazon Infrarotheizung oder die Bauhaus Infrarotheizung sein. Gegen das Produkt an sich mag dabei gar nichts einzuwenden sein. Was fehlt, sind die Bedarfserhebung und die Beratungsleistung, die nur im Gespräch von Mensch zu Mensch gegeben sind.

https://youtu.be/I8sWnsFj8Og So funktioniert eine Infrarotheizung.