Burgenland Energie und Salzstrom kooperieren : Salzstromspeicher für den österreichischen Markt
Vorstandsvorsitzender Burgenland Energie Stephan Sharma, Geschäftsführer Salzstrom Jürgen Ellensohn, CFO Salzstrom Stefan Nolte, CEO Salzstrom Peter Arnold und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (v.l.n.r.)
- © Burgenland Energie AGDer Landesversorger Burgenland Energie und das Wiener Cleantech-Startup Salzstrom kooperieren, um Salzstromspeicher – das sind Energiespeicher auf Salz-Ionen-Basis – auf den österreichischen Markt zu bringen. „Strom, der im Burgenland erzeugt wird, soll auch im Burgenland verwendet werden“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil anlässlich der Präsentation der Zusammenarbeit, mit der ab sofort den Kunden angeboten werden. Die Speicherlösung ist aufgrund der Nutzung von Salz statt Lithium umweltfreundlicher, punktet mit robusten Batteriezellen, geringerer Brandgefahr und einer langen Lebensdauer.
Mit rund 60 Prozent war das Burgenland 2022 das Bundesland mit dem zweithöchsten Anteil erneuerbarer Energien an seinem Bruttoendenergieverbrauch. Bis 2030 will das Burgenland klimaneutral und energieunabhängig werden. „Dafür bauen wir die Windkraft und die Sonnenkraft intensiv aus. Wir werden Stunden haben, wo wir zu viel Strom haben und Stunden, wo wir zu wenig Strom haben. Diesen Ausgleich werden wir mit Speichern – im Haushaltsbereich, im Unternehmensbereich und bei den großen Wind- und Photovoltaikparks – schaffen", so Doskozil.
Stephan Sharma, CEO von Burgenland Energie, erläutert zudem, dass im Energiebereich in den letzten Jahren bereits viel passiert ist: „Wir haben uns im Burgenland in den letzten fünf Jahren in der Energieunabhängigkeit von 50 Prozent auf 72 Prozent gesteigert. Burgenland Energie ist österreichweit die Nummer 1 bei der Windstromerzeugung und die Nummer 1 bei der Photovoltaikstromerzeugung. Jetzt starten wir nach Wind und Photovoltaik mit der Speicheroffensive in die dritte Phase zur vollständigen Energieunabhängigkeit Burgenlands.“
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Großspeicher mit 500 Megawattstunden
Burgenland Energie wird 2025/26 konventionelle Großspeicher mit einem Volumen von 500 Megawattstunden an acht Standorten errichten und investiert dabei rund 100 Millionen Euro im Burgenland. „Das aktuell größte Batteriespeicherprojekte Österreichs werden wir in Andau mit einem Speichervolumen von rund 340 Megawattstunden errichten. In Schattendorf testen wir mit CMBlu den weltweit ersten innovativen Großspeicher auf Kohlenstoffbasis“, erklärt Sharma.
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„Mit der Kooperation von Salzstrom haben wir nun auch eine nachhaltige, umweltfreundliche Stromspeicherlösung auf Natrium- bzw. Salzbasis für Haushalte und Gewerbe“, so Sharma. Die Speicher können ab sofort bestellt werden und sind sowohl bei neuen Anlagen als auch bei Bestandsanlagen einsetzbar. Burgenland Energie bietet den Speicher in einer „Alles aus einer Hand“-Lösung an – inklusive kompatiblen Wechselrichter, Förder- und Netzabwicklung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme durch einen Fachbetrieb. Den Salzspeicher SalzSissi gibt es mit 4,5 kWh, 9 kWh oder 13,5 kWh Kapazität für 7.850 Euro in der kleinsten oder 13.450 Euro in der größten Variante. Auch ein Abopreis ist möglich, dann gibt es den 4,5 kWh-Speicher ab 59 Euro pro Monat.
Das Burgenland unterstützt den Ausbau der Speicher auch mit einer eigenen Förderung. 100 Salzspeicher seien sofort verfügbar, der seiner Art werde im Gemeindeamt Apetlon noch im August mit einem Speichervolumen von rund 20 kWh errichtet, so Sharma. Photovoltaikanlagen in Kombination mit Speicher seien außerdem die Antwort auf die von der Bundesregierung geplanten zusätzlichen Netzkosten für die PV-Einspeisung, wie Doskozil ausführt: „Wer in den Speicher investiert, spart Netzkosten und Abgaben und erhöht die Eigennutzung."
Über Salzstrom
Salzstrom ist ein in Wien gegründetes Cleantech-Start-up, das Energiespeicherlösungen auf Basis der Natrium-Ionen-Technologie entwickelt und vertreibt. Als erstes Unternehmen hat Salzstrom ein CE-zertifiziertes Batteriemodul auf dem europäischen Markt eingeführt – von Heim-, über Gewerbe- bis hin zu Industriespeichern im Containerformat.