Umfrage zu Windkraft : Zwischen Rückenwind und Skepsis

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Die IG Windkraft hat eine Meinungsumfrage unter 2.500 Österreicher*innen in Auftrag gegeben.

- © Massimo Cavallo - stock.adobe.com

Mehr als 80 Prozent der Österreicher*innen befürworten Windkraft und ihren Ausbau – noch mehr jedoch andere Arten der erneuerbaren Energieerzeugung. Das geht aus einer im Frühjahrs erstellten und von der IG Windkraft beauftragten Studie mit einem repräsentativem Sample von 2.500 Personen hervor. 

Die Umfrage unterscheidet zwischen "sehr positiven" und einer "eher positiven" Einstellung gegenüber der Arten von Energieerzeugung. Zählt man beide Werte zusammen, lauten die Zustimmungsraten wie folgt: Photovoltaik auf Dachflächen und Fassaden ist mit 92 Prozent Zustimmung am beliebtesten. Auch Kleinwasserkraft (90 Prozent) und Agri-Photovoltaik (86 Prozent) sind positiv angesehen. Große Wasserkraftwerke und Geothermie (je 84 Prozent), Windenergie und Photovoltaik auf Freiflächen (je 83 Prozent) sowie Biomasse und Biogas (77 Prozent) folgen. Das Ende des Rankings bilden nicht erneuerbare Energien wie Erdgas, Atomkraft, Mineralöl und Kohle.

„Wir sehen die Ergebnisse dieser Meinungsumfrage als Auftrag unsere regionale Verantwortung verstärkt wahrzunehmen und auf die Menschen abseits der Ballungsräume aktiv zuzugehen", so das Fazit von Josef Plank, Präsident der IG Windkraft zur Studie. 

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Widersprüchliche Ergebnisse – oder auch nicht?

64 Prozent der Befragten stimmten der Aussage „Die Nutzung und der Ausbau der Windenergie ist mir sehr wichtig, auch wenn man die Windräder in der Landschaft sieht. Nur so können wir voll auf erneuerbare Energien umsteigen.“ zu.  Und mehr als die Hälfte der Befragten hat grundsätzlich keine Bedenken gegen den Bau von Windrädern in ihrem näheren Wohnumfeld. Gleichzeitig stimmen aber auch 56 Prozent der Aussage „Windräder sollten nur weit entfernt von Orten gebaut werden dürfen, in denen Menschen leben." sehr oder eher zu. Was auf den ersten Blick widersprüchlich klingt, decke laut IG Windkraft bei näherer Betrachtung die Verunsicherung vieler Menschen beim Thema Windkraft auf, Grund dafür seien Mythen rund um die Windkraft

Studienautor Jochen Lukas vom Medienforschungsunternehmen Brand Support mit Sitz im deutschen Schwaig bei Nürnberg erklärt die Stimmung in Österreich bezüglich Windkraft so: „Viele Menschen sind besorgt und finanziell unter Druck. Angesichts der globalen Lage und der Gleichzeitigkeit verschiedener Krisen ist das nicht verwunderlich." In dieser Gemengelage seien Menschen offen für Halbwahrheiten, wie sie rund um die Windkraft häufig kursieren. „Das erklärt die teils zwiespältige Haltung zum Thema.“

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Unabhängig vom Aufstellungsort genießt die Windkraft jedoch ein positives Image. Zwei von drei Befragten bestätigten, dass Windräder erneuerbare Energie aus der Region liefern würden, ohne die Umwelt zu schädigen und ein entscheidender Bestandteil der künftigen Energieversorgung in Österreich seien. Zudem zeigte sich rund die Hälfte der Befragten davon überzeugt, dass Windräder Österreich von „Großmächten und Diktatoren unabhängig"machen könne. Am meisten Widerspruch erfährt die Aussage, dass Windräder Stromimport überflüssig machen, mit 42 Prozent, die eher oder nicht zustimmen.