Burgenland : Österreichs größter Windpark geht in Betrieb

Windpark Neusiedl Weiden

Für Österreichs aktuell größten Windpark im Burgenland wurden 44 alte Windräder abgebaut, recycelt und 23 neue Windräder errichtet.

- © Burgenland Energie AG

Mit der Inbetriebnahme von 23 Windrädern in Neusiedl am See / Weiden geht eines der größten Energieprojekte des Landes ans Netz. Die Anlagen verfügen über eine Gesamtleistung von rund 122 Megawatt und erzeugen künftig jährlich etwa 251 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Bedarf von rund 70.000 Haushalten.

Beim offiziellen Start des aktuell größten Windparks Österreichs betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die energiepolitische Bedeutung des Projekts. Über den „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ werde es möglich sein, 20 Jahre lang einen fixen Strompreis von zehn Cent pro Kilowattstunde zu erhalten – ein Modell, das laut Doskozil österreich- und europaweit einzigartig sei. Gemeinsam mit Bundesminister Peter Hanke und Burgenland-Energie-CEO Stephan Sharma verwies er auf das strategische Ziel des Bundeslands, bis 2030 bilanziell energieunabhängig zu sein – durch den Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Speicherkapazitäten.

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Heimischer Strom für die Industrie

Projekt wie diese seien auch im Kontext der Industriestrategie von besonderer Bedeutung, erklärte Infrastrukturminister Hanke: „Österreich ist besonders in den Wintermonaten in seiner Stromversorgung von Importen abhängig. Daher brauchen wir mehr Winderzeugung, die gerade in dieser Zeit besonders stark ist und daher einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leistet.“ Es handle sich hier um eines der großen Infrastrukturprojekte, wie sie in der Industriestrategie abgebildet werden. „Die Eröffnung des größten Windparks Österreichs ist ein wichtiges Signal, denn damit fördern wir die Erzeugung heimischen Stroms für die heimische Industrie.“ 

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Burgenland Energie-CEO Stephan Sharma, Bundesminister Peter Hanke und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (v.l.n.r.)

- © Burgenland Energie AG

Halb so viele Windräder, doppelt so viel Strom

Stephan Sharma, CEO der Burgenland Energie, unterstrich die ökologische Komponente des Projekts: „An diesem Standort haben wir 44 alte Windräder abgebaut, vollständig recycelt und 23 neue, bessere Windräder errichtet. Die Anzahl der Windräder wurde halbiert und gleichzeitig die Stromproduktion verdoppelt“, so Sharma. 

Das Projekt sei deshalb ein Mutmacher für ganz Österreich. „Es gibt keine Ausreden mehr: Dieses große Energieinfrastrukturprojekt zeigt, dass wir uns unabhängig vom Ausland machen können, denn Österreich deckt noch immer 60 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland. Wir haben von der Planung bis zur Errichtung nur rund drei Jahre benötigt und schaffen hier Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit für die Region für mehr als 20 Jahre, solange werden diese neuen Windanlagen Strom für die Region produzieren.“ 

Als nächsten Schritt betonte Sharma, sei vorgesehen, auch hier einen Hybridpark zu errichtet: „Zu diesen Windrädern wird in den nächsten Monaten ein Agri-Photovoltaikpark errichtet." Via Burgenland Strom – der Beteiligung an den Wind- und PV-Anlagen von Burgenland Energie – können Haushalte und Unternehmen den burgenländischen Strom beziehen.

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