Photovoltaik : Wien macht Millionen für Sonnenstrom-Förderung locker
Wien fördert den PV-Ausbau seit 4. Mai verstärkt.
- © anatoliy_gleb - stock.adobe.comDie Stadt Wien fördert den Ausbau von Sonnenstrom: Mit dem 4. Mai startete das neue mit 7 Millionen Euro dotierte PV-Förderpaket, das auf innovative und multifunktionale PV-Anlagen im urbanen Raum abzielt. Weil die Kosten für klassische Aufdach-Anlagen und Speicher zuletzt gesunken sind, fördert Wien nun verstärkt jene PV-Lösungen, die kostenintensiv oder komplex in der Umsetzung sind und einen wichtigen Beitrag zur Nutzung neuer Flächen leisten. „Sonnenstrom spielt eine wichtige Rolle auf dem Weg hin zur Energieunabhängigkeit und in eine klimafreundliche Zukunft. Da liegt es auf der Hand, den Ausbau tatkräftig zu unterstützen. Unser Ausbauziel sind 800 MWp bis 2030, das ist eine Leistung, mit der wir ein Viertel aller Wiener Haushalte versorgen können”, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
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PV auf Fassaden und Dachgärten
Gefördert werden in Zukunft Fassaden-PV-Anlagen sowie PV-Dachgärten:
- Fassaden-PV:
Förderungen gibt es sowohl für vorgehängte PV-Lösungen als auch gebäudeintegrierte Anlagen an Gebäudefassaden und anderen vertikalen Bauwerken, wie etwa Lärmschutzwänden.
Der Fördersatz für Anlagenleistungen ab dem 1. kWp liegt bei 700 Euro pro kWp, insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, wobei die maximale Fördersumme bei 250.000 Euro pro Anlage liegt. Förderfähige PV-Fassadenanlagen müssen eine Mindestleistung von 3 kWp aufweisen. - PV-Dachgärten
sind schattenspendende Konstruktionen auf Dachflächen – sofern diese öffentlich, öffentlich zugänglich sind oder gemeinschaftlich genutzt werden. Der Fördersatz für Anlagenleistungen ab dem 1. kWp liegt bei 600 Euro pro kWp; insgesamt werden maximal 30 Ürozent der förderfähigen Kosten finanziert, wobei die maximale Fördersumme bei 50.000 Euro pro Anlage liegt. Förderfähige PV-Dachgärten müssen eine Mindestgröße von 20 m2 aufweisen.
PV auf mehgeschossigen Gebäuden, Flugdächern und Gründächern
Die Förderungen für PV-Anlagen im mehrgeschossigen Wohnbau, Flugdächer und Gründächer habe sich bewährt und werden daher auch 2027 weitergeführt, wie die Stadt informiert. Das betrifft:
- PV-Anlagen auf mehrgeschossigen Bestandswohnbauten:
Der Fördersatz beträgt bis zu 400 Euro pro kWp, gestaffelt nach Anlagengröße. Insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, wobei auch Absturzsicherungen zu den förderfähigen Kosten zählen. - PV-Flugdächer
werden (nur für juristische Personen) auf Flächen wie Parkplätzen oder Lagerflächen, aber auch beispielsweise auf Hochgaragen gefördert:
Der Fördersatz für Anlagenleistungen ab dem 1. kWp beträgt 600 Euro pro kWp. Insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, die maximale Fördersumme pro Anlage beträgt 250.000 Euro. Förderfähige PV-Flugdächer müssen eine Mindestleistung von 15 kWp oder eine Mindestgröße von 100 m² überdachter Fläche haben - PV auf Gründächern für begehbare und nicht begehbare Dachflächen:
Der Fördersatz beträgt bis zu 400 Euro pro kWp, gestaffelt nach Anlagengröße. Insgesamt werden maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten finanziert, die maximale Fördersumme pro Anlage beträgt 100.000 Euro. Gefördert werden PV-Anlagen auf neuen und bestehenden Gründächern.
Auch der "1, 2, 3 Sonnengutschein" für gemeinschaftliche PV-Anlagen auf mehrgeschossigen Wohngebäuden wird verlängert. Beim ersten Gebäude-Check wird künftig nicht nur das PV-Potenzial des Daches, sondern auch der Fassaden geprüft.