Light + Building 2026 : Leitmesse zieht knapp 145.000 Besucher*innen an

Light + Building 2026

Die Light + Building begrüßte 2026 knapp 145.000 Besucher*innen in Frankfurt am Main.

- © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera

Die Leitmesse Light + Building 2026 lässt sich gut als Branchenbarometer heranziehen. Von 8. bis 13. März 2026 präsentierten 1.927 Aussteller aus 49 Ländern ein breites Spektrum technologisch leistungsfähiger Lösungen – von der Elektrifizierung und Vernetzung von Gebäuden und urbanen Räumen bis hin zu anspruchsvollen Licht- und Designkonzepten für Architektur, Städtebau und Innenräume. Besonders Technologien wie Künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Interfaces und vernetzte Lichtlösungen prägten zahlreiche Produkte.

In den sechs Tagen kamen insgesamt 144.767 Besucher*innen aus 143 Ländern nach Frankfurt am Main. Damit liegen die Besuchszahlen um rund 4,5 Prozent niedriger als 2024, was teils auf die Einschränkungen im internationalen Flugverkehr sowie die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten zurückzuführen ist. Die meisten internationalen Gäste reisten aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland an. 

„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, betont Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. Gleichzeitig zeige sich, wie wichtig die persönliche Begegnung und der direkte Austausch seien.  

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Gebäude: Player im Energiesystem

Im Gebäudebereich zeigte die Light + Building 2026 deutlich, dass sich Gebäude vom reinen Energieverbraucher zum aktiven Bestandteil eines intelligenten Energiesystems entwickeln. Intelligente Energieverteilung, integriertes Last- und Lademanagement sowie bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude, Netz und E-Mobilität zunehmend miteinander und eröffnen neue Möglichkeiten für Energieeffizienz und Systemstabilität. 

Gleichzeitig rückt der Bestand stärker in den Fokus: Modulare, skalierbare Lösungen erleichtern die energetische Modernisierung und machen die Nachrüstung effizient und wirtschaftlich umsetzbar. Digitale Planungs- und Bedienkonzepte sowie multifunktionale Interfaces vereinfachen Installation und Betrieb, während sichere Ladeinfrastruktur und zuverlässige Systeme für kritische Anwendungen an Bedeutung gewinnen. 

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Licht: Intelligent gesteuert und atmosphärisch

Im Lichtbereich zeigte sich wiederum, dass sich Beleuchtung zunehmend zu einem datenbasierten, adaptiven System entwickelt. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI-gestützte Steuerungen ermöglichen eine präzise, bedarfsgerechte Lichtverteilung, die sich automatisch an Anwesenheit, Tageslicht und Nutzungsszenarien anpasst. Über alle Anwendungsfelder hinweg – vom privaten Wohnraum über Hotellerie und Handel bis hin zu Industrie und urbanen Infrastrukturen – standen vernetzte, flexibel skalierbare Lösungen im Mittelpunkt. 

Gleichzeitig bleibt Licht ein zentrales Gestaltungselement der Innenarchitektur: Hochwertige Leuchten, vielfältige Designsprachen und fein abgestimmte Lichtfarben schaffen Atmosphäre, lenken Wahrnehmung und steigern die Aufenthaltsqualität. Nachhaltige Materialien, langlebige Komponenten sowie kreislauffähige Produktdesigns unterstreichen die langfristige Ausrichtung der Branche. 

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Die Light + Building 2026 in Zahlen

- © Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Akzente bei Design, KI und Nachwuchs

Impulse für die nächste Innovationsstufe gingen auch vom Eventangebot aus. Die Design Plaza in Halle 3.1 bildete ein Zentrum für Licht- und Designthemen. Hier wurden aktuelle Entwicklungen im Lichtdesign eingeordnet, gestalterische Trends beleuchtet und zukunftsweisende Projekte präsentiert. Zu Gast war unter anderem „Women in Lighting“ und förderte den internationalen Austausch in der Lichtbranche. Auch das Elektrohandwerk setzte ein Zeichen und legte den Grundstein für die Initiative „ElektroHeldinnen“, die Frauen im Handwerk sichtbarer macht und gezielt vernetzt.

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Aufmerksamkeit erhielt zudem das Areal „Young Design“, in dem ausgewählte Nachwuchsdesigner*innen mit innovativen Materialien, experimentellen Leuchten und klaren konzeptionellen Ansätzen neue Impulse setzten. In Halle 9 lud die AI Lounge Besucher*innen ein: Die stark nachgefragten Sessions verdeutlichten praxisnah, wie Künstliche Intelligenz Planung, Betrieb und Geschäftsmodelle in der Gebäudetechnik auf ein neues Niveau hebt. Die neue Sonderschau „The Living Light“ rückte Licht in den Kontext der Lebensbereiche Home, Education, Work und Communication.

Mit dem Power Festival baute die Light + Building auch ihr Engagement für den Branchennachwuchs im Elektrohandwerk weiter aus. In der Galleria zwischen Halle 8 und 9 entstand ein Treffpunkt für Azubis, Gesellen, Meister und Industrie – mit Werkstattstraße, Challenges, Arbeitssicherheitsseminaren sowie Talks und Live-Content von Creators aus dem Handwerk. Teil des Konzepts war auch eine Charity-Aktion: Auf drei Aktionsfahrrädern sammelten Besucher*innen Kilometer für den guten Zweck. Die Light + Building rundete den Betrag auf und spendete insgesamt 10.000 Euro an die Deutsche Kinderhilfsstiftung.

Light + Building 2028

Die nächste Light + Building findet vom 5. bis 10. März 2028 in Frankfurt am Main statt.

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