OVE-Staffelübergabe : Ein Verband, zwei Zugänge zur Elektrotechnik

Daniel Herbst (links) folgt als OVE-Generalsekretär auf Peter Reichel (rechts).

Daniel Herbst (links) folgt als OVE-Generalsekretär auf Peter Reichel (rechts).

- © OVE/Eichinger

Elektropraxis: Im OVE findet momentan eine Übergabephase statt. Herr Herbst, Sie übernehmen die Aufgaben von Peter Reichel, der mehr als 20 Jahre lang OVE-Generalsekretär war. Wie läuft es mit dem Einarbeiten? 

Daniel Herbst: Ich bin seit 2. März als designierter Generalsekretär offiziell Angestellter des OVE und mitten in der Einarbeitungsphase. Im Zuge der Übergabetermine gemeinsam mit Peter konnte ich mich offiziell und persönlich bei unseren Stakeholdern sowie unseren befreundeten Organisationen und Vereinen vorstellen und viele neue Eindrücke mitnehmen. Darüber hinaus ist auch die interne Übergabe der Agenden mit unseren einzelnen Bereichen voll im Gange. Es ist natürlich ein total anderes Umfeld als bisher an der TU Graz, aber die Gespräche, die wir führen, sind spannend und innovativ. Die gemeinsame Phase geht noch bis zur Generalversammlung am 10. Juni, wo die Übergabe offiziell passiert. Und in der Zeit bis dahin wird uns bestimmt nicht fad.

Herr Reichel, sehen Sie manche Dinge aus einer anderen Perspektive, jetzt wo Sie Ihre Agenden weitergeben? 

Peter Reichel: Ja, die Perspektive verändert sich in jedem Fall. Man hat bei jeder Besprechung das Gefühl, es ist das letzte Mal. Ich versuche mich dabei zurückzunehmen, denn was da besprochen wird und vielleicht erst in einem halben Jahr passiert, hat mit mir nichts mehr zu tun. Teilweise ist das gar nicht so einfach, vor allem wenn man manche Projekte schon seit Jahren begleitet. Mir ist aber wichtig, dass Daniel hier verstärkt eingebunden wird und seine Meinung einbringt. Ein großer Vorteil ist, dass wir uns seit 2008 von den OVE Young Engineers kennen. Daniel kennt den OVE daher bereits gut und bringt ein großes Netzwerk mit. Die Übergabephase ist zwar kurz, aber das ist auch gut so, damit wir nicht beginnen, uns im Weg zu stehen. Der eine kann nicht loslassen, der andere darf noch nichts tun – das wäre nicht gut. 

Herbst: Wobei ich wirklich sehr dankbar bin, dass es diese Übergangsphase gibt. Die Kompaktheit hat natürlich Vor- und Nachteile. Aber wir werden auch darüber hinaus im persönlichen Kontakt bleiben. 

>> Sie wollen mehr Interviews mit schlauen Köpfen der Branche lesen? Abonnieren Sie unseren Elektropraxis-Newsletter: Hier geht’s zur Anmeldung!

Die Übergabephase ist zwar kurz, aber das ist auch gut so, damit wir nicht beginnen, uns im Weg zu stehen.
Peter Reichel, OVE

Persönliche Note im Verbandsgeschäft

Was an der Verbandstätigkeit kann man 1:1 übergeben und wo macht der persönliche Zugang den Unterschied? 

Reichel: Wenn man sich den OVE anschaut, sind die großen Bereiche Normung und Zertifizierung durch die Teams und durch die Bereichsleitung sehr gut geführt. Ich glaube, wo man sich persönlich als Generalsekretär mehr verwirklichen kann, ist die Verbandsebene. Ob das jetzt die Nachwuchsaktivitäten sind, die Verbandsaktivitäten oder auch die Veranstaltungen. Dort wird interessant, wie Daniel die Dinge sieht. Er kommt aus der wissenschaftlichen Ecke, ich komme aus der industriellen Verbandsecke und bin studierter Physiker. Ich habe wahrscheinlich auf gewisse Dinge eine andere Sichtweise. Das ist nicht positiv oder negativ, sondern einfach anders. 

Können Sie den Unterschied im Zugang vielleicht benennen? 

Herbst: Der steirische Dialekt wird im OVE bestimmt an Einfluss gewinnen (lacht). Ich komme aus der schönen Steiermark, und wie von Peter erwähnt, aus der wissenschaftlichen Ecke – aber auch ein bisschen von der ausführenden Seite. Dort habe ich gelernt, worauf es im Sinne der praktischen Umsetzung der Elektrotechnik zu achten gilt. Außerdem kenne ich die Sichtweise auf die elektrotechnische Normung von innen heraus. Da wird sich sicher etwas tun. Ich glaube, einer Institution wie dem OVE kann man im Sinne der Langfristigkeit nur geringfügig eine persönliche Note mitgeben. Mein Ziel ist es, die seit dem Gründungsjahr des OVE 1883 geleistete Arbeit ein bisschen für die Zukunft zu gestalten, aber grundsätzlich zu bewahren. 

Ich glaube, einer Institution wie dem OVE kann man im Sinne der Langfristigkeit nur geringfügig eine persönliche Note mitgeben.
Daniel Herbst, OVE

Von den OVE Young Engineers bis ins Generalsekretariat

Sie haben den OVE über die Young Engineers kennengelernt. Nehmen Sie uns mit: Wo hat alles begonnen?

Herbst: Grundsätzlich hat alles beim Young OVE gestartet. Das war die ursprüngliche Studierendenorganisation im OVE, zu der ich 2008 gekommen bin – heute sind das die OVE Young Engineers. Während dem Studium war ich in der Studierendengruppe in Graz bis hin zum Vorstand des OVE als kooptiertes Mitglied aktiv. Und darüber hinaus international im EUREL Young Engineers Panel, wo ich erste internationale Erfahrung sammeln konnte. 

Außerdem habe ich zu meiner Studienzeit in einem Planungsbüro für Elektrotechnik gearbeitet und über meine Masterarbeit in die elektrotechnische Normung im OVE gefunden. Dort war ich in einigen technischen Subkomitees und Arbeitsgruppen aktiv. Darüber hinaus durfte ich 2022 beim IEC General Meeting im Young Professionals Programme dabei sein. Durch diese Vernetzung, aber auch unser gemeinsames Forschungsprojekt ProSafE², habe ich den Kontakt mit dem OVE intensivieren können. Somit bin ich dem Verband durchaus seit ein paar Jahren verbunden. Ein Kernthema, das mich aus meiner Historie heraus begleitet, ist die Nachwuchsförderung im OVE, aber auch in der ganzen Branche. 

Herr Reichel, dazu gibt es eine passende Anekdote aus unserem letzten Interview. Sie haben damals über die OVE Young Engineers gesprochen und gesagt, an Ihrer Position als Generalsekretär schätzen Sie es besonders, den Werdegang ehemaliger Young Engineers in der Branche zu verfolgen. War das eine Prophezeiung?

Reichel: Nein, aber das ist jetzt das beste Beispiel dafür. Es ist einfach faszinierend, wenn man jemanden als Student kennenlernt. Nachdem ich über 20 Jahre beim OVE sein durfte, sind diese Personen jetzt irgendwo Mitte 40. Man begegnet sich immer wieder in einer anderen Form. Es ist schön, Menschen aufwachsen zu sehen und sie bis zu einem gewissen Grad in ihrem Werdegang begleiten zu dürfen. 

Ich habe es als einen der wirklich großen Höhepunkte und Vorteile meines Jobs gesehen, mit verschiedensten Leuten in Berührung zu kommen und zusammenzuarbeiten. Daniel hat das ProSafE²-Projekt schon erwähnt. Ein Auslöser dafür war auch die Vertrauensbasis, die Daniel und ich über Jahre entwickelt haben. Solche Dinge, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben, sind etwas unheimlich Schönes und unheimlich Befriedigendes, weil man das Gefühl hat, dass solche Aktivitäten wirklich nachhaltig wirken. 

Peter Reichel verabschiedet sich im Juni nach über 20 Jahren Verbandsarbeit in den Ruhestand.

- © OVE/Christian Fürthner
Es ist schön, Menschen aufwachsen zu sehen und sie bis zu einem gewissen Grad in ihrem Werdegang begleiten zu dürfen.
Peter Reichel, OVE

Für die Elektrotechnik sollte man nicht brennen

Herr Herbst, welche Beweggründe gab es für Sie, sich für den Posten des Generalsekretärs zu bewerben? 

Herbst: Die langjährige Verbundenheit mit dem OVE und das Brennen für die Elektrotechnik. Wobei Brennen hört Peter in dem Kontext nicht so gerne (lacht).

Reichel: Brennen ist Selbstverzehren! 

Herbst: Leidenschaft?

Reichel: Er brennt leidenschaftlich (lacht).

Herbst: Nein, ich bin leidenschaftlicher Elektrotechniker, leidenschaftlicher Techniker und leidenschaftlicher Netzwerker. All das kann man in dieser Position gut verbinden. Eine Kernaufgabe des OVE als Dienstleister der Elektrotechnikbranche ist es, der Branche allumfassend zur Verfügung zu stehen und die Mitglieder in jeglicher Hinsicht zu unterstützen – sei es mit tollen Veranstaltungsformaten, sei es mit Bildung oder Weiterbildung in verschiedensten Bereichen von IKT bis Energietechnik. Da ist der OVE einfach der Player in der Elektrotechnik für alle, die damit zu tun haben.

>> Gerhard Fida und Peter Reichel vom OVE im Interview: Ein Blick zurück, zwei Schritte nach vorn

Vision OVE 2030+

Eine zweite Anekdote: Bei unserem letzten Gespräch hat Herr Reichel sich an seine eigene Bewerbung als Generalsekretär 2004 zurückerinnert – inklusive einer PowerPoint-Folie mit Zielen für die Zukunft des OVE. Bewirbt man sich heute immer noch mit PowerPoint-Präsentationen und haben Sie bei Ihrer Bewerbung auch Ziele formuliert?

Herbst: Kurze Antwort: Ja. Der Bewerbungsprozess war extern begleitet und unabhängig durchgeführt. Das heißt, es gab eine ganz normale Bewerbung mit Lebenslauf und in meinem Fall auch ein Zukunftskonzept des Verbandes – die Vision OVE 2030+, so habe ich es betitelt. Das umfasst diverse Punkte des Verbandsgeschehens von der generellen Verbandsarbeit, vom Netzwerkgedanken, von den einzelnen Bereichen, von den wirtschaftlichen Säulen des OVE bis hin zur Nachwuchsförderung und internen Prozessen. Da werde ich aber noch nicht zu sehr aus dem Nähkästchen plaudern, das wird jetzt sukzessive mit den einzelnen Bereichsleiterinnen und Bereichsleitern durchgegangen. Ende des Jahres ist dann eine Klausur geplant, wo wir die Zukunft des OVE diskutieren und eine gemeinsame Zielrichtung planen werden. 

Dann wieder zurück zum Jetzt und konkreten Initiativen. Gibt es welche, die Ihnen besonders am Herzen liegen? 

Herbst: Die Nachwuchsförderung für Elektrotechniker und Elektrotechnikerinnen vor allem. Es gibt einige tolle Formate, die der OVE schon längerfristig durchführt. Die Girls! TECH UP-Veranstaltungen beispielsweise von Osten gen Westen, also mittlerweile Wien, Graz, Kufstein und dann ab dem nächsten Jahr alternierend mit Innsbruck. Oder das LET’S TECH-Format, wo Kindern die Elektrotechnik und Technik nähergebracht und schmackhaft gemacht wird. Es gibt konkrete weitere Ideen in diese Richtung, die zuerst noch intern besprochen werden. Auch was die generelle Ausrichtung bei Normung und Zertifizierung anbelangt, gibt es einige Herausforderungen in der Zukunft. 

Reichel: Für mich ist hier Join the Future eine ganz besondere Aktivität. Die Branche hat sich hier zu einer Imagekampagne zusammengefunden, um das Thema Elektrotechnik positiv konnotiert in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir hatten mit der Kampagne großen Erfolg. Sie wird auch weiterlaufen – aktuell noch in der alten Ausprägung und ab nächstem Jahr dann ein bisschen anders. 

Für den OVE und für die Branche gibt es sehr viele Chancen. Jeder braucht Strom, IT bzw. IKT.
Daniel Herbst, OVE

Umbruch in der Normung und Chancen für die Elektrotechnik

Herr Herbst, welche expliziten Herausforderungen gibt es denn in der Normung und Zertifizierung? 

Herbst: Im Bereich der Normung gibt es schon seit einigen Jahren das Thema Malamud, also der barrierefreie und kostenfreie Zugriff zu gewissen Normen, der juristisch eingefordert worden ist. Ein weiteres Thema ist eine große Entwicklung der IEC in Richtung Smart Standards. Bis vor geraumer Zeit wurden Normen quasi in einem Word-Dokument geschrieben und als PDF verkauft. Hier geht es in Richtung XML-basierte Normen, die dann in weiterer Folge maschinenlesbar sein sollen. 

Auch der Nachwuchs in der elektrotechnischen Normung ist ein Thema. Die Gremien sind durchaus mit älteren Semestern besetzt, was natürlich hinsichtlich der Erfahrung gut ist. Wenn aber vor allem auch von großen Unternehmen Einsparungen im Bereich der Teilnahme an nationalen und internationalen Sitzungen, Gremien und Ausschüssen merkbar sind, ist das natürlich eine Herausforderung. Hier arbeitet man gerade an einer Art Standardisierungspauschale, die auch in die Industriestrategie eingeflossen ist. Ziel wäre es, Unternehmen in Bezug auf die Teilnahme an der nationalen und vor allem internationalen Standardisierung entsprechend monetär zu fördern oder zu entlasten.

>> IEC-Generalsekretär Philippe Metzger im Interview: „Unser Ziel ist eine All Electric and Connected Society“

Und im Bereich Zertifizierung?

Herbst: Auch dort gibt es Herausforderungen, die eng mit den wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gekoppelt sind. Dies merkt man bereits heute an einer rückläufigen Anzahl an Zertifizierungen bzw. Zertifikaten. Dafür tun sich wieder neue Chancen in Richtung Digital Product Passport, Made in Europe Bonus oder dem Thema KI auf. 

Bleiben wir bei den Chancen, wo gibt es die gerade – einerseits für den OVE, aber auch für die Elektrotechnik allgemein? 

Herbst: Für den OVE und für die Branche gibt es sehr viele Chancen. Die Elektrotechnik hat ja das Glück, dass jeder Strom, IT bzw. IKT braucht. Es geht in Richtung der sogenannten All Electric and Connected Society. Dafür braucht es die Infrastruktur, dafür braucht es aber auch elektrische Energie und deren Übertragung. Das alles steht wiederum im Kontext der IKT, der Telekommunikation, der Elektronik, der Mikroelektronik und der Halbleiterindustrie. 

Und wenn man weiterdenkt, umfasst die All Electric Society nicht nur E-Mobilität, sondern auch Raumklimatisierung in Richtung Wärmepumpen, in Richtung Klimaanlagen und so weiter. Plus Erneuerbare Energien, inklusive Photovoltaik, Windkraftanlagen, dezentrale und zentralisierte Speicherlösungen, Schwarmspeicherlösungen, Vehicle to Grid, Vehicle to Home, Vehicle to Load, Vehicle to Vehicle – sie merken, da gibt es ein mannigfaltiges Tätigkeitsfeld, in dem der OVE als Branchenplattform auftreten und als Dienstleister der Branche mitwirken kann. 

Als ehemaliger Vorsitzender der OVE Young Engineers Graz und aktiver Mitwirkender in der elektrotechnischen Normung kennt Herbst den OVE bereits bestens.

- © Foto Fischer Graz
Hoffentlich steht der OVE nicht, sondern bewegt sich.
Daniel Herbst, OVE

Ein Verband in Bewegung

Der OVE-Generalsekretär wird für fünf Jahre bestellt. Wenn wir jetzt an 2031 denken, wo sehen Sie Österreichs Stromwende und wo, zumindest in groben Zügen, steht dann auch der OVE?

Herbst: Hoffentlich steht der OVE nicht, sondern bewegt sich. Von jetzt bis in die Zukunft und darüber hinaus. Ich glaube, man muss sich einfach sukzessive weiterentwickeln. Wir sind ein Verband mit Historie und hätten wir uns über die fast schon 150 Jahre nicht bewegt, hätten wir unser heutiges Standing nicht erreicht. Wir haben rechtzeitig mit unserem leider viel zu früh von uns gegangenen Christian Gabriel den Weg in die internationale Normung geschafft und uns da ein wirklich sehr gutes Standing aufgebaut, das wir pflegen und weiterentwickeln. Denn rund 80 Prozent unserer elektrotechnischen Normen basieren auf internationalen IEC-Dokumenten. 

Wir haben ein sehr gutes Zertifizierungsteam bei OVE Certification, wo wir weltweit mit Werksinspektionen unterwegs sind und viele weitere Zertifizierungsdienstleistungen im Bereich der Elektrotechnik und der Sicherheitstechnik anbieten. Auch im Bereich der OVE Academy haben wir über die Jahre hinweg das Angebot entsprechend der Anforderungen der Branche entwickelt und an aktuelle Themen angepasst. Was die Branche anbelangt, bietet die bereits erwähnte All Electric and Connected Society einfach extrem viel Potenzial und Chancen für die Elektrotechnik als Ganzes. Österreich ist, was die Energieerzeugung anbelangt, schon sehr erneuerbar aufgestellt. Dort gibt es ebenfalls noch Potenzial. Unsere Netze gehören entsprechend ausgebaut und ertüchtigt, vor allem für die Herausforderungen in den unteren Spannungsebenen.

Gibt es Erwartungen an diese neue Rolle als Generalsekretär, die Ihnen Respekt einflößen? Wie gehen Sie damit um? 

Herbst: Einen Verband, den es seit 1883 gibt, operativ leiten zu dürfen, ist eine große Ehre. Und ein gewisser Vertrauensvorschuss der entscheidenden Gremien, vom Präsidium und auch vom Vorstand, – das ist natürlich mit ein bisschen Ehrfurcht verbunden. Aber wir im OVE, also das Team und die einzelnen Bereiche, sind mit ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut aufgestellt. Ich glaube, wir haben eine gute kommunikative Basis und einen vertrauensvollen Umgang. Das hat den Einstieg entsprechend erleichtert.

Ruhestand und Handarbeit

Herr Reichel, werden Sie dem OVE in irgendeiner Art und Weise verbunden bleiben? Wird man Sie weiterhin bei Veranstaltungen antreffen? 

Reichel: Das ist eine gute Frage, die stelle ich mir selbst. Ich werde sicherlich in keiner Funktion erhalten bleiben, die in irgendeiner Weise mit Anstellung oder Geld verbunden ist. Das habe ich nie angestrebt und würde ich auch nicht annehmen wollen. Dass es die eine oder andere Veranstaltung gibt, die thematisch interessant ist oder zu der ich bewusst gehe, um Kolleginnen und Kollegen wiederzutreffen: Ja, sicherlich. Aber ich kann jetzt nicht voraussagen, wie viele das sein werden. 

Gibt es als Abschiedsgeschenk dann eine OVE-Haube? Und bleibt Ihnen überhaupt noch Zeit für Ihr Hobby, das Häkeln, Herr Herbst?

Herbst: Die OVE-Haube hat Peter schon. Auch das Häkeln wird mir erhalten bleiben, aber ich schätze, die Produktion wird zukünftig ein bisschen zurückgehen. 

Sie wollen mehr?