Sonnenstrom-Ouvertüre : Staatsoper wird zum Sonnenkraftwerk

Wiener Staatsoper Photovoltaik

Wien Energie hat die Photovoltaikanlage auf Dach der Wiener Staatsoper in Betrieb genommen.

- © Wien Energie/Satisfiction

Eines der ersten großen Opernhäuser der Welt, die Wiener Staatsoper, wird zum kulturträchtigen Sonnenkraftwerk. Möglich macht das eine Photovoltaikanlage von Wien Energie, die ab sofort ihren Betrieb aufnimmt. Auf einer Fläche von rund 500 Quadratmetern wurden am Dach der Staatsoper insgesamt 260 Solarmodule installiert, die zusammen eine Leistung von rund 100 Kilowattpeak erreichen. Damit wird so viel Strom erzeugt, dass die gesamte Haustechnik der Oper, die Lüftung und die Beleuchtung der Gänge mit Sonnenkraft betrieben werden können. 

Besonders ist nicht nur das berühmte Gebäude, sondern auch die technische Ausführung: Verwendet werden grüne Glas-Folien-Module, die sich farblich harmonisch in das historische und denkmalgeschützte Kupferdach einfügen. Auch auf die Statik des Dachs wurde durch den Einsatz von leichteren Glas-Folien-Modulen geachtet. Sichtbar sind die Photovoltaik-Module ausschließlich aus der Vogelperspektive, Stadtbild und Denkmalschutz bleiben somit erhalten. 

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Wiener Staatsoper vereint Kultur und Klimaschutz

Beim Bau von Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden ist besondere Fachkenntnis notwendig. Einerseits muss das historische Stadtbild erhalten bleiben. Das bedeutet, die Anlage sollte nicht von öffentlichen Flächen aus sichtbar sein. Andererseits gilt es auch, das Gebäude selbst zu erhalten. Bei der Photovoltaikanlage auf der Staatsoper wurden daher bestehende Betriebsräume und Leitungswege im Rahmen der technischen Arbeiten genutzt. 

„Mitten in der Stadt und auf bestehenden Gebäuden ist beim Ausbau der Sonnenstromerzeugung Kreativität und Maßarbeit gefragt. Eine Photovoltaikanlage auf einem traditionsreichen Gebäude wie der Staatsoper muss hohe Anforderungen erfüllen“, weiß Michael Strebl, Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie.

>> Photovoltaik auf Nichtwohngebäuden: Zahlt es sich aus? 

Mit rund 350 Vorstellungen und bis zu 900.000 Besucher*innen pro Spielzeit zählt die Wiener Staatsoper zu den bedeutendsten Kulturinstitutionen der Welt. 1869 unter Kaiser Franz Joseph eröffnet, prägt die Wiener Staatsoper seit über 150 Jahren das Stadtbild. 2025 zum 70. Jubiläumsjahr nach Wiedereröffnung hat das große Opernhaus nun sein eigenes Sonnenkraftwerk. „Die Wiener Staatsoper ist ein Haus mit großer Geschichte, muss aber auch einen klaren Blick in die Zukunft haben. Mit der Stromerzeugung am eigenen Dach setzen wir ein starkes Zeichen für die Vereinbarkeit von Kultur und Klimaschutz“, so Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper.

Karl Gruber, Geschäftsführer Wien Energie, Ulli Sima, Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke, Bogdan Roscic, Direktor der Wiener Staatsoper und Michael Strebl Vorsitzender der Geschäftsführung von Wien Energie (v.l.n.r.)

- © Wien Energie / Max Kropitz

Wien investiert in Erneuerbaren-Energie

Im Sommer 2025 hat Wien Energie mit ihrer 500. Photovoltaikanlage einen Meilenstein auf dem Weg zur unabhängigen Stromversorgung gefeiert. In den letzten zweieinhalb Jahren wurde rund die Hälfte der gesamten PV-Leistung errichtet – ein Zeichen für das Wiener Ausbautempo. Neben Fassaden-Anlage, doppelseitigen Solardächern und Folienmodulen gehören mit diesem Projekt nun auch grüne Photovoltaikanlagen zu den Sonnenstrom-Innovationsprojekten von Wien Energie. Die Wiener Staatsoper ist zudem nicht das erste, unter Denkmalschutz stehende Gebäude, das Sonnenkraft für die Produktion von Ökostrom nutzt, bereits 2023 wurde das Wiener Rathaus mit einer eigenen Photovoltaikanlage ausgestattet.

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