In der digitalen Sphäre sucht man vergeblich nach Spuren von Daniel M. Als selbständiger Hacker weiß der Mitt-Dreißiger, der anonym bleiben möchte, welches Schindluder mit persönlichen Daten getrieben wird. Daniel hackt die Systeme von Unternehmen in deren Auftrag, um Schwachstelle und Lücken aufzufinden.
Als Insider rät er davon ab, Aufträge ins außereuropäische Ausland zu vergeben. „Gerade die Websysteme lassen heute viele Unternehmen von Dienstleistern aus Asien testen. Ich persönlich halte es für keine gute Idee, die eigenen Schwachstellen gegenüber einer Firma offenzulegen, bei der ich keinen greifbaren Ansprechpartner und womöglich nicht viel mehr als eine Internetadresse habe.“
Er beobachtet eine zunehmende Professionalisierung und Industrialisierung von Cybercrimes: „Früher wurden Würmer und Viren oftmals zum Spaß geschrieben, um die eigenen Fähigkeiten zu erproben, nicht, um ein Unternehmen zu erpressen oder Betriebsgeheimnisse auszuforschen. Das hat sich geändert.“